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Austritt! Olaf Bauer legt Parteibuch nieder

Olaf Bauer
Olaf Bauer
NK

Gerade erst sieben Monate ist es her, dass der Rechliner seinen vorzeitigen Rücktritt als Bürgermeister verkündete. Nun überrascht er mit einem weiteren Schritt: dem Austritt aus der CDU.

Der ehemalige Bürgermeister Olaf Bauer, bis dato überzeugter Christdemokrat und über viele Jahre in politischen Ämtern engagiert, hat sein Parteibuch abgegeben. Das teilte er jetzt dem Nordkurier mit. Demnach ist Bauer bereits zum Jahreswechsel aus dem Rechliner CDU-Ortsverband ausgetreten. „Nach 20-jähriger Mitgliedschaft und mehreren ehrenamtlichen politischen Engagements als Bürgermeister und Kreistagsmitglied ist mir das nicht leicht gefallen“, sagte Bauer in seiner Begründung mit. Und weiter: „Wenn eine Ortsgruppe aber so schwach geworden ist, dass einige Wenige mit Machtanspruch das Sagen haben, und eine kritische Hinterfragung in der Gruppe kaum noch möglich ist“, müsse man sich anders orientieren.

Eine Alternative für sein Wirken sieht Bauer in dem Aufbau einer überparteilichen Wählergemeinschaft in Rechlin, „in der Aufrichtigkeit, Fairness, Höflichkeit sowie Rücksichtnahme und Beachtung der Lebensleistungen unserer Einwohner starke Berücksichtigung im politischen Alltag finden werden“, wie er äußerte. Eine entsprechende Gruppe befände sich in Gründung. Darüber hinausgehend wollte sich Bauer zu den Beweggründen für seine Entscheidung nicht äußern. Offenkundig ist er aber auch mit der Art und Weise, wie der jetzige Bürgermeister, sein Amtsnachfolger Wolf-Dieter Ringguth (CDU) agiert, nicht einverstanden. Erst im Mai 2013 hatte Bauer mit seinem plötzlichen Rücktritt als Bürgermeister für Aufsehen gesorgt, mit dem er seinem Stellvertreter Wolf-Dieter Ringguth das Feld überließ.

Auch dabei nannte er als Begründung unter anderem, dass er sich „von der CDU-Fraktion nicht mehr verstanden und nicht mehr unterstützt fühlte“. Eine Erfahrung, die ihn offenbar nun zum Folgeschritt bewog.  

Indes soll der Austritt Bauers aus dem Ortsverband beileibe nicht der einzige Verlust sein, den die Christdemokraten am südlichen Ufer der Müritz zu beklagen haben. Aus CDU-Kreisen verlautet, dass mindestens vier oder fünf Mitglieder ihre Parteibücher abgegeben haben.