An vier verschiedenen Thementischen konnten die Bürger Ideen einbringen, aus denen dann konkrete Maßnahmen formuliert werden sollen. Bei der Gruppe „Verkehr“ wurde unter anderem über Ideen wie autofreie Innenstadt gesprochen.
An vier verschiedenen Thementischen konnten die Bürger Ideen einbringen, aus denen dann konkrete Maßnahmen formuliert werden sollen. Bei der Gruppe „Verkehr“ wurde unter anderem über Ideen wie autofreie Innenstadt gesprochen. Ingmar Nehls, Tobias Hase, NK-Montage
Neben Mitarbeitern der Verwaltung und Vertretern der Fraktionen waren auch Akteure aus der Wirtschaft und interessierte B&uuml
Neben Mitarbeitern der Verwaltung und Vertretern der Fraktionen waren auch Akteure aus der Wirtschaft und interessierte Bürger bei der zweiten Klimaratssitzung dabei. Ingmar Nehls
Klimarat

Autofreie Innenstadt ist Topthema in Waren

Bei der zweiten Sitzung des Klimarats haben die Bürger viele Ideen eingebracht. Es wurde auch vorgestellt, was die Teilnehmer eine Onlinebefragung beschäftigt – und nervt.
Waren

Die Stadt Waren bekennt sich nicht ausreichend zum Klimaschutz. Das ist eines der Ergebnisse einer Umfrage zur Aktualisierung des Klimaschutzkonzepts. 171 Bürger, davon 87 Prozent aus Waren, haben sich an der Online-Umfrage beteiligt und Vorschläge gemacht, was sich verbessern muss. Die Ergebnisse wurden am Dienstagabend bei der Sitzung des Klimarats vorgestellt.

Demnach seien 83 Prozent bereit, ihre Gewohnheiten in den Bereichen Energieverbrauch, Mobilität und Konsum zu ändern. Die Hälfte würde gern an Kampagnen wie Stadtradeln, Radler-Sonntag oder autofreier Sonntag teilnehmen. Die Hälfte würde sich auch zum Thema Klimaschutz und Erneuerbare Energien beraten lassen. Zwei Drittel der Befragten gab an, dass sie Bus und Bahn nutzen würden, wenn diese übersichtlich zur Verfügung stehen würden. Jeder zehnte würde Fahrgemeinschaften, Carsharing oder Leihräder nutzen.

Das aktuelle ÖPNV-Angebot schnitt allerdings schlecht ab. Als Gründe wurden schlechte Taktung und Netzabdeckung, zu hohe und unübersichtliche Preise und auch eine Unübersichtlichkeit bei den Fahrplänen genannt. Das Radwegenetz wurde als eher mittelmäßig bewertet, weil es zu wenige Fahrradwege, schlechter Zustand der Radwege, schlechte Anbindungen und das Problem am Stadthafen gebe. Um mehr Klimaschutz zu betreiben, wurde am häufigsten die Information und Beteiligung der Öffentlichkeit, die Reduzierung des Individualverkehrs und der Ausbau erneuerbarer Energien genannt. „Topthema war die autofreie Innenstadt“, sagte Madlen Burmeister vom Büro Umweltplan.

Neben den Mitgliedern, also Stadtpolitikern und Vertretern aus Unternehmen und Verbänden, waren auch viele Bürger eingeladen, um an den frei wählbaren Thementischen Ideen einzubringen. Beim Tisch „Stadtentwicklung / Biodiversität“ wurden die Einführung eines Bürgerhaushalts vorgeschlagen, mehr Mülleimer, grüne Erholungsorte für Einwohner, ein Pfandsystem an Imbissen, Dach- und Fassadenbegrünung, die Förderung nachhaltiger Firmen, Blühwiesen, Fokus auf nachhaltigen Tourismus, Digitalisierung in Tourismus-Branche und Tourismus beschränken.

Alle Fraktionen bis auf die AfD dabei

Bei der Gruppe „Verkehr“ wurde über Ideen wie autofreie Innenstadt, Park & Ride Plätze am Stadtrand, E-Tankstellen, Ausbau des Radwegenetzes, Ausweisung von Fahrradstraßen, mehr Fahrradständer in der Innenstadt, E-Busse im ÖPNV, E-Schifffahrt gesprochen. Die Gruppe „Öffentlichkeitsarbeit, Ernährung und Bildung“ beschäftigte sich mit regionalen Frischemärkten, Ausbau der Regionalversorgung, gesunde Ernährung in Schulen, kostenfreie Beratungen, Stadtradeln, Pflanzenbasar im Frühjahr, Upcycling-Stationen, Verbot von Steingärten, autofreie Sonntage, solidarische Landwirtschaft.

Bei der Frage, wie sich die Akteure Waren im Jahr 2040 vorstellen, wurden Schlagwörter, Ideen und Themen genannt wie einheimische Pflanzen in der Stadt, Innenverdichtung bevor Flächen neu versiegelt werden, autofreie Innenstadt, Smart City, autonom geführte E-Fahrzeuge im ÖPNV für den Individualverkehr, keine Lärmprobleme, Klimaneutralität vor 2040, Solartechnik über Parkplätzen und größeren Lebensmittelläden, ReFill-Stationen, plastikfrei, Second-Hand-Kaufhaus .

Bis auf die AfD, die schon bei der ersten Sitzung und beim Zukunftsworkshop fehlte, nahmen alle Fraktionen teil. Die nächste Sitzung findet am 28. Juni statt.

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