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Erstes Urteil

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Awo-Affäre: Wer wird heute zur Kasse gebeten?

Blickrichtung Urteil: Peter Olijnyk, (r.) und sein Anwalt Peter-Michael Diestel.
Blickrichtung Urteil: Peter Olijnyk, (r.) und sein Anwalt Peter-Michael Diestel.
Florian Ferber

Mit Spannung wird am Donnerstag das Urteil im Prozess zwischen dem früheren Awo-Geschäftsführer Peter Olijnyk und seinem alten Arbeitgeber erwartet.

>>> UPDATE: Das Urteil wurde gefällt, die Awo Müritz hat den Prozess gewonnen.

Carl-Christian Deutsch gibt sich ganz entspannt – „der Verkündungstermin läuft unspektakulär ab. Die verantwortliche Richterin verliest das Urteil, es folgen einige ergänzende Hinweise und das war es“, teilt der Pressesprecher des Landgerichts Neubrandenburg im Vorfeld der Entscheidung mit. Obwohl der Termin öffentlich sei (Donnerstag, 12.55 Uhr, Saal 7), hätten sich laut Deutsch bisher lediglich Medienvertreter angemeldet.

Die Protagonisten der beiden streitenden Parteien seien eher nicht vor Ort zu erwarten, die schriftliche Urteilsbegründung werde ihnen anschließend entsprechend zugestellt, berichtet Deutsch. Was in den Räumen des Neubrandenburger Justizzentrums eher technokratisch-routiniert abläuft, birgt inhaltlich dagegen mächtigen Zündstoff. Politisch und finanziell – das Urteil dürfte, egal wie es ausfällt, landesweit Schlagzeilen machen.

Mittlere sechsstellige Summe im Forderungspaket

Die Ausgangsposition ist klar: Olijnyks Forderungspaket setzt sich aus vermeintlich ausstehenden Gehältern, Tantiemen sowie Pensionsansprüchen zusammen und dürfte sich auf eine mittlere sechsstellige Summe belaufen. Im Gegenzug hat die Awo Müritz Widerklage erhoben, möchte von Olijnyk 390.000 Euro an zu viel gezahlten Gehältern zurückbekommen. Hintergrund: Die Awo geht davon aus, dass es für die Gehälter zwischen Oktober 2011 und Juni 2016 keine Rechtsgrundlage gäbe.

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