Schließtage
Awo Müritz will Notfalllösung in Kitas prüfen

Für beide AWO-Kitas in Malchow wurden für 2019 Schließtage eingeführt. Viele Eltern stellt das vor Probleme, vor allem weil die Ankündigung der Schließzeiten kurzfristig kam.
Für beide AWO-Kitas in Malchow wurden für 2019 Schließtage eingeführt. Viele Eltern stellt das vor Probleme, vor allem weil die Ankündigung der Schließzeiten kurzfristig kam.
Petra Konermann

Es knirscht weiter in der Zusammenarbeit zwischen der Stadt Malchow und der Awo-Geschäftsführung. Streitpunkt ist die kurzfristige Einführung von Schließtagen.

Die Kritik, die im Malchower Bildungsausschuss geübt wurde, ist bei dem Kita-Träger Awo Müritz offenbar nicht angekommen. Zumindest legen das Ausführungen von Awo-Geschäftsführer Stephan Arnstadt nahe.

„Zur geäußerten Kritik können wir uns nicht positionieren, da uns die genauen Gründe hierfür nicht bekannt sind“, erklärte Awo-Geschäftsführer Arnstadt schriftlich gegenüber dem Nordkurier. Und weiter schreibt Arnstadt: „Wir bemühen uns auch weiterhin, trotz einiger Widrigkeiten, insgesamt eine gute Arbeit vor Ort zu leisten und sind unvermindert an einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit interessiert.“

„Befremdliche” Zusammenarbeit

Bei den Stadtvertretern ist dieses Bemühen bislang anders wahrgenommen worden: Stadtpräsidentin Elke-Annette Schmidt hatte sich selbst um Termine mit der Awo-Geschäftsführung bemüht – bislang erfolglos. Sie nannte die Zusammenarbeit mit der Awo „befremdlich“.

Massiver Kritikpunkt war die Ankündigung, in beiden Kitas ab diesem Jahr Schließtage einzuführen – eine Maßnahme, die für viele Eltern zu kurzfristig kam, da in vielen Unternehmen Urlaubsplanungen bereits abgeschlossen waren.

Schließtage unumgänglich

„Schließtage sind bedauerlicher Weise im Ergebnis der Verhandlungen und unter Beachtung der Regelungen der ‚Kita-Satzung des LK MSE‘ unumgänglich geworden. Die Schließtage werden einrichtungsindividuell und in Abstimmung der örtlichen Einrichtungsleitungen untereinander sowie unter möglichst weitgehender Berücksichtigung der Interessenlagen unserer Eltern und Mitarbeitenden umgesetzt.

Leider können dabei nicht alle Wünsche voll erfüllt und berücksichtigt werden. Hierfür reichen einfach die über die Personalschlüssel bereitstellbaren Personalkapazitäten nicht aus. Unabhängig hiervon werden wir im Rahmen unserer begrenzten Möglichkeiten auch ‚Notfalllösungen‘ prüfen“, erklärte Arnstadt.

Stadtvertreter hatten einen Runden Tisch angeregt, um mit der Awo ins Gespräch zu kommen – eine Voraussetzung dafür, dass womöglich das im Dezember versagte gemeindliche Einvernehmen doch noch erteilt werden könnte.