PROTESTAKTION

▶ Bauern treffen sich zu Mahnwache an B192

Landwirte aus der Müritzregion haben erneut gegen das Agrarpaket der Bundesregierung protestiert. Dafür entzündeten sie ein großes Feuer an der B192.
Rund 80 Teilnehmer waren zur Mahnwache an der B 192 bei Malchow gekommen. Sie wehren sich weiter gegen das Agarpaket der Bunde
Rund 80 Teilnehmer waren zur Mahnwache an der B 192 bei Malchow gekommen. Sie wehren sich weiter gegen das Agarpaket der Bundesregierung. Petra Konermann
Bei der Mahnwache wurde in Feuer entzündet, um auf die Probleme der landwirte auch in der Müritzregion aufmerksam zu
Bei der Mahnwache wurde in Feuer entzündet, um auf die Probleme der landwirte auch in der Müritzregion aufmerksam zu machen. Petra Konermann
Malchow.

Unübersehbar war die Mahnwache der Bauern aus der Müritzregion am Sonnabend: Sie hatten sich auf einem Feld direkt an der viel befahrenen B 192 bei Malchow getroffen, um für ihre Interessen zu demonstrieren. Dafür hatten sie ein großes Feuer entzündet und ihre Traktoren in einer langen Reihe entlang der Bundesstraße aufgestellt. Rund 80 Teilnehmer waren gekommen – Landwirte zumeist mit ihren Familien. Andreas Schaade, Landwirt aus Malchow, hatte sein Feld zu Verfügung gestellt.

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Schon Wochen zuvor hatte er dort zwei grüne Holzkreuze am Feldrand in den Boden gerammt. „Wir Bauern haben jahrelang still gelitten. Jetzt aber ist unser Protest nicht mehr zu übersehen”, sagte der Malchower. Er hält nichts von der, wie er sagt, Romantisierung der Landwirtschaft. „Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftszweig in unserem Land, wie die Stahlindustrie auch. Auch unsere Interessen müssen gehört werden, weil wir einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten”, sagte Schaade am Sonnabend.

Agrarpaket der Bundesregierung müsse wieder aufgeschnürt werden

Er und seine Kollegen wehren sich gegen die häufig ausgesprochenen Vorwurf, man würde mit Ackerland und Nutztieren nicht gut umgehen. „Wir als Landwirte schützen und pflegen unsere Produktionsmittel, unseren Boden. Das liegt doch in der Natur der Sache. Wir gehen verantwortungsvoll damit um”, betonte er.

Dass sich gerade in den vergangenen Wochen so viele Landwirte zu großen Demonstrationen in Hamburg, Rostock oder zuletzt in Berlin zusammengefunden hatten, das ist für den Malchower keine Überraschung: „Der Frust sitzt mittlerweile tief, vor allem darüber, dass wir nicht gehört werden.” Das Agrarpaket der Bundesregierung, das den Landwirten unter anderem neue Düngeverordnungen überstülpe, müsse wieder aufgeschnürt werden. „Wir müssen das alles überdenken, und wir wollen mitreden”, so Schaade. Und dafür werden die Bauern auch weiter friedlich demonstrieren, kündigte der Landwirt an.

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Kommentare (1)

das ganze Land bleibt auf der Strecke - wegen - falscher Prioritäten, Bequemlichkeit, Ignoranz und Character losem Verhalten in Form von Unehrlichkeit und politischer Korruption