SCHULDEBATTE AN DER MÜRITZ

Baut Waren eine neue Schule direkt neben die alte?

Die Fraktion FDP/MUG präsentiert einen Vorschlag, wie man zwei neue Schulen in Waren bauen könnte, ohne mehr Geld auszugeben als für die Sanierung der alten.
Quelle: Toralf Schnur, NK-Grafik: Heiko Wahle
Waren.

Schicksalstag für die Schüler in Waren West. Am morgigen Mittwoch treffen sich Warens Stadtvertreter, um darüber zu entscheiden, wie es weitergehen soll mit der Grundschule Käthe-Kollwitz und der Regionalen Schule Waren/West. Kurz vor Schluss präsentiert die Fraktion FDP/MUG einen Vorschlag, wie man zwei neue Schulen bauen könnte, ohne mehr Geld auszugeben als für die Sanierung der beiden Schulen. Wie lange Toralf Schnur wohl auf den Grundriss des Schulgeländes am Engelsring gestarrt hat, bis ihm die zündende Idee kam?

„Ich hab es mir auch erst nicht vorstellen können. Aber es passt”, sagt Schnur zufrieden. Der FDP-Politiker hat seine Hausaufgaben gründlich gemacht und muss nun hoffen, dass der Vorschlag auch bei den anderen Fraktionen gut ankommt und eine Mehrheit findet.

Neues Gebäude am Platz neben der Mensa

Die Fraktionsmitglieder von FDP/MUG waren von Anfang an gegen die Sanierung der alten Schulgebäude. Stattdessen machten sie sich für einen Schulcampus auf dem Gelände der ehemaligen Fleischwirtschaft stark. Das war keine Idee der Stadtpolitiker sondern eine von mehreren Varianten, die das Planungsbüro IGN Waren im Auftrag der Stadt ausgearbeitet hatte.

Weil nicht klar ist, ob das bevorzugte Gelände von der Stadt erworben und zu einem Schulstandort entwickeln werden kann, setzt die vier-köpfige Fraktion nun auf den Bau von zwei neuen Schulen in Modulbauweise. Die neue Grundschule Käthe-Kollwitz soll am Standort Hans-Beimler-Straße errichtet werden, wie schon von der Stadtverwaltung vorgeschlagen wurde.

Für die Regionalschule Waren West schlagen Schnur und seine Männer vor, das neue Gebäude an einem Platz neben der Mensa zu errichten. „So könnte der Unterricht im alten Gebäude weitergehen und wir sparen uns das Geld für teure Container”, sagt Toralf Schnur. Dort, wo er die neuen Unterrichtsräume hinsetzen möchte, könnten die Schüler auch trockenen Fußes zur Mensa gehen und auf der größeren Freifläche könne man perspektivisch eine Mehrzweckhalle bauen, wenn die jetzige Turnhalle ausgedient hat.

Die Kosten für die beiden Schulen schätzt Schnur auf 19 Millionen Euro, was nicht teurer wäre als die Variante von der CDU, bei der die alten Gebäude saniert und erweitert werden. Die Variante der FDP/MUG dürfte auch den Eltern gefallen: Die Elternvertretungen hatten sich ebenfalls für zwei neue Schulen ausgesprochen.

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