Kati Strasen und Dr. Bernd Gehrmann sind die verantwortlichen Organisatoren der beiden Clubs. Sie präsentieren die neuen
Kati Strasen und Dr. Bernd Gehrmann sind die verantwortlichen Organisatoren der beiden Clubs. Sie präsentieren die neuen Löffel. Miriam Brümmer
So shen die Löffel aus, die es für die Schüler als Lohn und Andenken gibt.
So shen die Löffel aus, die es für die Schüler als Lohn und Andenken gibt. Miriam Brümmer
Jugend

Bei der Benimm-Aktion für Schüler gibt es Nudeln mit Tomatensauce

Das „Junge Morizanermahl“ ist zuletztwegen Corona ausgefallen. Nun wird die Tradition fortgesetzt mit dem Ziel, Kindern gutes Benehmen auf angenehme Weise zu vermitteln.
Müritzregion

Gutes Benehmen bei einem gemeinsamen Essen lernen, das können Schüler beim „Jungen Morizanermahl“. Diese Aktion für die vierten Klassen in der Müritzregion startet schon am Montag. Statt wie bisher an einem Tag wird das Junge Morizanermahl in diesem Jahr an vier Tagen durchgeführt. So können die teilnehmenden Gastronomen mit ihrem Alltagsgeschäft flexibel reagieren. In diesem Jahr nehmen 23 Klassen mit 434 Viertklässlern teil. Außerdem wurde versucht, fünfte Klassen einzubinden, da ja zwei Jahrgänge wegen Corona ausgefallen sind. Es haben sich 13 Klassen mit 279 Schülern angemeldet.

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Sponsoren helfen

Es sind Schulen aus Waren, Röbel und Malchow dabei. Genauso beteiligen sich die Schulen aus Groß Plasten, Wredenhagen, Möllenhagen, Rechlin und Moltzow. Das alles zu organisieren, „war eine Herausforderung“, sagte Kati Strasen vom Lions-Club Müritz. Gemeinsam mit Dr. Bernd Gehrmann vom Rotary Club Waren organisiert sie den Ablauf. Beide Organisationen finanzieren die Veranstaltung mit den Spenden aus der Weihnachtslotterie „Ein Fünfer für die Jugend“. Weiteres Geld stammt von der Warener Kulinale, dem Genusswandern am Müritzufer auf Initiative des Rotary Clubs. Auch der Dehoga-Regionalverband gibt einen Zuschuss und hat die Kontakte zu den Gastronomen hergestellt. Bernd Gehrmann hofft, dass die Aktion wieder zu einem Dauerprojekt werden kann.

Das Handy ist auch Thema

Grundsätzlich gibt es keine Veränderungen beim „Jungen Morizanermahl“. Es gibt ein Drei-Gänge-Menü mit einem Salat als Vorspeise, als Hauptgericht Nudeln mit Tomatensoße und ein Dessert. Vor dem Essen steht die Theorie, bei der die Gastronomen nach einem Leitfaden die Grundregeln guten Benehmens vermitteln. Die Kinder erfahren, was bei Tisch nichts zu suchen hat, wie zum Beispiel das Handy. „Es muss eine Zeit ohne Handy geben“, so Kati Straßen. Bedingt durch die Krise und vielleicht fehlender finanzieller Möglichkeiten seien viele Kinder lange nicht in einem Restaurant gewesen, so Gehrmann. Deshalb soll ihnen dieser Tag auch als besonderes Erlebnis ermöglicht werden, bei dem sie sich vielleicht auch besonders anziehen.

Ein Löffel als Erinnerung

Die Zeit zwischen Theorie und Praxisteil ­– dem Essen – gestalten die Gastronomen ganz unterschiedlich. Einige gestalten Menükarten, andere bringen den Kindern bei, wie Servietten „gebrochen“ werden, wie es in der Fachsprache heißt. Nach dem Essen bekommen die Kinder einen Löffel überreicht. Der zeichnet sie als ausgebildeten „Jungen Morizaner“ aus und soll an das Gelernte erinnern. Der Löffel sieht etwas anders aus als in den Jahren zuvor. Zur „Jungen Morizaner“-Signatur auf dem Löffelstiel sind die Logos der Lions und der Rotarier hinzugekommen.

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