UNGLÜCK AM FLEESENSEE

Beide Flugschreiber der abgestürzten Eurofighter gefunden

Nach dem Absturz von zwei Kampfjets bei Malchow ist die Unglücksursache weiter unklar. Die Ermittler setzen auf die Flugdatenschreiber.
dpa
Beide Flugdatenschreiber der abgestürzten Eurofighter sind gefunden und geborgen worden.
Beide Flugdatenschreiber der abgestürzten Eurofighter sind gefunden und geborgen worden. Christophe Gateau
Malchow.

Beide Flugdatenschreiber der abgestürzten Eurofighter sind gefunden und geborgen worden. Das teilte die Luftwaffe am Dienstagnachmittag per Twitter mit. Bei dem Absturz der Kampfjets in Mecklenburg-Vorpommern war am Montagnachmittag ein Pilot ums Leben gekommen, ein weiterer wurde verletzt.

Unterdessen will die Luftwaffe auch nach dem Absturz an Übungen über besiedelten Landgebieten in Deutschland festhalten. Dies sei für die Einsatzbereitschaft der Besatzungen nötig, sagte der Inspekteur der Luftwaffe, Ingo Gerhartz, am Dienstag der dpa in Berlin.

„Den Flugbetrieb, um wirklich auch einsatzbereit zu sein, verlagern wir zum großen Anteil mittlerweile in den Simulator und auch ins Ausland”, sagte der Generalleutnant und nannte die USA und das europäische Ausland. „Wir fliegen viele unserer Flüge über See, aber wir müssen auch einen gewissen Anteil über Land fliegen. Das sind wir alleine schon unserem Auftrag der Landesverteidigung schuldig.”

„Simulator kann Übungsflüge nicht ersetzen”

Auch der Simulator könne dies nicht ersetzen. „Es ist noch mal was anderes, in dem Flugzeug zu sitzen. Die Geschwindigkeit ist anders zu spüren in einem Realflugzeug – das kann sich jeder vorstellen -, als es jetzt im Simulator ist.” Gerhartz betonte: „Das heißt, einen großen Anteil der Flugstunden werden wir immer noch auch außerhalb des Simulators erfliegen müssen.”

Der überlebende Pilot des Eurofighter-Unglücks werde schnell aus einer Universitätsklinik entlassen. „Ich habe ihn gestern im Krankenhaus aufgesucht. Er hat lediglich ein paar Kratzer, und er wird auch heute aus dem Krankenhaus entlassen”, sagte Gerhartz. „Bei aller Tragik des Unfalls, dass wir einen toten Kameraden zu beklagen haben, bin ich natürlich froh darüber, dass der andere Pilot dementsprechend wohlauf ist.”

Die Unfallursache ermittle der General Flugsicherheit. „Das tut er ja letztlich auch im Auftrag der Staatsanwaltschaft”, sagte der Inspekteur. Es gelte, die Vielzahl der Daten auf den Flugschreibern auszuwerten. „Das ist äußerst komplex. Da kann ich natürlich jetzt auch noch keine zeitliche Prognose geben”, sagte Gerhartz.

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Kommentare (1)

Und wieso sehen wir hier einen Schutzanzugtragenden, der an Fukushima erinnert? Hat er den Flugschreiber im Schutzanzug? Was sehen wir genau auf dem Bild? Um welche gefährlichen Substanzen handelt es sich eigentlich, vor denen sich die Bergunsgmannschaften so schützen müssen? Ist es der NATO Treibstoff JP8 ( -> Wikipedia )? Können Sie das recherchieren?