Um die internationalen Abkommen und Vereinbarungen zum Klimaschutz umzusetzen, wird die Beschäftigung sogenannter Klimasc
Um die internationalen Abkommen und Vereinbarungen zum Klimaschutz umzusetzen, wird die Beschäftigung sogenannter Klimaschutzmanager gefördert – vielleicht auch bald in Waren. steschum - stock.adobe.com
Kommunales

Bekommt Waren doch noch einen Klimaschutzmanager?

Die Diskussion in der Stadt um die Einrichtung einer solchen Stelle reicht lang zurück. Nun könnte es einen neuen Anlauf geben, doch zuerst muss dafür das Konzept aktualisiert werden.
Waren

Wenn sich am Montag die Mitglieder des Warener Umweltausschusses zu ihrer Sitzung treffen, dürfte mancher in der Runde ein Déjà-vu haben. Denn auf der Tagesordnung stehen diverse Themen, über die in der Stadt seit Langem debattiert und auch gestritten wird.

Eigenanteil der Stadt ist beträchtlich

Denn seit sieben Jahren bereits gibt es Diskussionen, ob Waren einen Klimaschutzmanager braucht. Das Bundesumweltministerium stellt für diesen Posten in den ersten beiden Jahren eine Förderung von 65 Prozent und für weitere drei Jahre 40 Prozent Kostenübernahme in Aussicht. Aus der Stadtschatulle müssten je nach Eingruppierung der Stelle rund 48  000 Euro bei einer auf zwei Jahre befristeten Stelle gezahlt werden, bei fünf Jahren wären es sogar 171 000 Euro.

Und selbst wenn die Stadtvertreter der Stelle mehrheitlich zustimmen würden – bis der Klimamanager seinen Dienst antritt, würde noch einige Zeit vergehen. Denn laut Verwaltung würde die Bearbeitung des Fördermittelantrags weitere fünf Monate in Anspruch nehmen. Der städtische Eigenanteil für diese Stelle flog wegen fehlender politischer Mehrheiten zuletzt immer wieder aus dem Haushalt raus. Mit einem neuen Konzept erhofft sich die Stadt erneut Chancen auf eine befristete Bundesförderung für einen Klimaschutzmanager.

Auftrag bleibt laut Bürgermeister im Kostenrahmen

Wie Bürgermeister Norbert Möller mitteilte, sei inzwischen der Auftrag für die Aktualisierung des Klimaschutzkonzeptes erteilt worden. Letzteres sei Grundlage dafür, dass es überhaupt eine befristete Bundesförderung für einen Klimaschutzmanager in Waren geben könnte.

Nachdem die erste Ausschreibungsrunde erfolglos blieb, weil die abgegebenen Angebote das Budget um ein Vielfaches überstiegen, wurden laut Möller Anpassungen vorgenommen. Nun sei es gelungen, den Auftrag so zu vergeben, dass er im Kostenrahmen bleibt.

Klimarat soll reaktiviert werden

Darüber hinaus will der Umweltausschuss über den Klimarat reden, der reaktiviert werden und noch in diesem Jahr das erste Mal tagen soll. In dem Gremium hatten sich einst Vertreter der Wirtschaft und später auch aus der Politik zusammengeschlossen, um über Klimaschutzmaßnahmen Waren zu beraten. Mit dabei waren unter anderem Vertreter großer Unternehmen wie die Weiße Flotte, Mecklenburger Backstuben, Personenverkehr Müritz (PVM), aber auch die Kreishandwerkerschaft Müritz-Demmin.

Doch schon das stellt ein Problem dar, hat sich bei beteiligten Firmen und Verbänden inzwischen doch einiges geändert. Das Handwerk wird nun von der Kreishandwerkerschaft Mecklenburgische Seenplatte repräsentiert, die PVM ist in der Mecklenburg-Vorpommerschen Verkehrsgesellschaft (MVVG) aufgegangen. Und der ebenfalls beteiligte Fischverarbeiter Friedrichs hat seinen Standort in Waren inzwischen geschlossen.

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