BOOT MANÖVRIERUNFÄHIG

Berliner Segler erleiden Mastbruch mitten auf der Müritz

Eine vierköpfige Segelcrew trieb am Samstag manövrierunfähig mitten auf der Müritz. Am Sonntag mussten die Wasserretter gleich noch einmal ausrücken.
Das Rettungsboot Sturmvogel 1 war wieder im Einsatz auf der Müritz.
Das Rettungsboot Sturmvogel 1 war wieder im Einsatz auf der Müritz. Stephan Radtke
Waren.

Am Samstagnachmittag wurden die Retter der DRK-Wasserwacht zu einem Einsatz auf der Müritz alarmiert. Gegen 13.30 Uhr erlitt ein Segelboot bei böigem Wind in Höhe „Großer Schwerin“ einen Mastbruch und die vierköpfige Crew – zwei Erwachsene und zwei Kinder aus Berlin – trieb manövrierunfähig zwischen den Tonnen 19 und 21. Das Rettungsboot Sturmvogel 1 aus Waren und das Röbeler Rettungsboot Sturmvogel 4 eilten dem Havaristen zu Hilfe. Auch die Wasserschutzpolizei Waren brachte ein Streifenboot zum Einsatz. Erschöpft, aber sonst unverletzt, konnten die erfahrenen Skipper sowie die beiden Kinder durch die Wasserwacht gerettet werden. Das Segelboot wurde gesichert und in Schlepptau genommen.

Am Sonntagnachmittag dann geriet ein Segelboot mit vier Personen an Bord vor Klink in Seenot. Der Notruf ereilte die Wasserwacht um 13.45 Uhr, als das manövrierunfähige Segelboot mit ebenfalls gebrochenem Mast und lediglich kleinem Außenbordmotor vor Klink gegen die Wellen ankämpfte. Mit mahnenden Worten wurden die Hobbyskipper auf die fehlenden Rettungswesten aufmerksam gemacht und schließlich vom „Sturmvogel 1“ aufgenommen. Zur weiteren medizinischen Versorgung wurde ein Rettungswagen angefordert. Die Wasserschutzpolizei sicherte den Havaristen.

Drittes Bootsunglück innerhalb kurzer Zeit

Damit ereignete sich schon der zweite Rettungseinsatz auf dem größten Binnensee Deutschlands innerhalb weniger Tage. Denn erst am vergangenen Donnerstag war eine sechsköpfige Urlaubergruppe aus Sachsen auf Höhe der Tonne „Dicker Baum” durch einen Fahrfehler gekentert. Die Crew ging bei dem Manöver über Bord. Mit leichten Unterkühlungen und einem großen Schreck konnten alle aus dem Wasser gefischt werden. Das Boot musste durch den Eigner geborgen werden.

Der DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte sorgt mit einem Rettungsboot, das im Warener Wasserrettungszentrum Kamerun bis Ende September täglich von 10 bis 18 Uhr mit einem Bootsführer und einem Rettungsdienstler fest besetzt ist, sowie rund um die Uhr mit einem weiteren Rettungsboot in Waren und einem in Röbel, die jeweils über ehrenamtliche Retter auf Rufbereitschaft besetzt sind, für Sicherheit auf dem Wasser. Die Rettungsboote der Wasserwacht kommen bei Wasserrettungseinsätzen sowie medizinischen Notfällen auf dem Wasser und in Ufernähe zum Einsatz.

Dieser Artikel wurde am Sonntag um 17.33 Uhr aktualisiert.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Waren

Kommende Events in Waren (Anzeige)

zur Homepage