KREISVERBAND MÜRITZ

Berufung von Awo-Geschäftsführer wird noch untersucht

Bekommt der frühere Awo-Müritz-Geschäftsführer Peter Olijnyk eine Entschädigung für seine Entlassung, oder doch nicht? Eine Entscheidung fällt in den nächsten Wochen.
dpa
Peter Olijnyk
Peter Olijnyk NK-Archiv
Waren.

Das Rostocker Oberlandesgericht will den Rechtsstreit um Bereicherungsvorwürfe beim Kreisverband Müritz der Arbeiterwohlfahrt (Awo) frühestens Ende November entscheiden. Bis dahin sollen die nötigen Stellungnahmen vorliegen, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag erklärte. Vor gut einem Jahr hatte das Landgericht Neubrandenburg eine Klage des früheren Müritz-Awo-Geschäftsführers Peter Olijnyk gegen seine Entlassung wegen der Bereicherungsvorwürfe abgewiesen.

Der Fall hatte auch überregional für Schlagzeilen gesorgt. Es gab Untersuchungen bei allen Awo-Kreisverbänden und einen Untersuchungsausschuss im Landtag. Der 69-Jährige war Mitte 2016 in Waren entlassen worden, weil er und sein damaliger Kreisvorstandsvorsitzender – der auch Awo-Vizelandeschef war – sich gegenseitig unverhältnismäßig hohe Summen zugeschanzt haben sollen, wie eine Verbandsuntersuchung ergab.

Klage auf Entschädigung abgewiesen

Olijnyk hatte gegen die Entlassung geklagt und verlangte mehrere hunderttausend Euro an Entschädigung. Das Landgericht wies die Klage ab und verurteilte ihn zur Rückzahlung von 390.000 Euro an zuviel gezahltem Gehalt. Sein Anwalt legte in Rostock Berufung ein.

Das OLG muss entscheiden, ob die Berufung abgewiesen oder doch eine neue Verhandlung nötig wird. Gegen die Ex-Funktionäre ermittelt die Staatsanwaltschaft Schwerin weiter wegen Verdachts der Untreue. Beide bestreiten die Vorwürfe. Der Landesverband sprach von einem „perfiden System” und einem Einzelfall.

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