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Beste Barkeeper mixen um die Wette

Die Uhr tickte für Thomas Weinberger aus Bayern: In 2 Minuten und 30 Sekunden musste er vier Drinks und ein Bier servieren.
Die Uhr tickte für Thomas Weinberger aus Bayern: In 2 Minuten und 30 Sekunden musste er vier Drinks und ein Bier servieren.
Petra Konermann

Welcher Cocktail schmeckt am besten? „Sunflower”, „Hermann Street” oder doch „Kill Dill”? Bei der Antwort geht es aber nicht allein um den guten Geschmack.

Der 23-jährige Alexander Meißner aus Niedersachsen versuchte die Jury mit einem „Spicy Berlin“ zu bezaubern – Kümmelschnaps war darin, Limettensaft, Rohrzucker, ein wenig Peperoni und sogar Chilifäden. Dazu reichte der junge Barkeeper geräucherten Schinken. “Das ist der allererste Cocktail, den ich selbst kreiert habe. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben an den Landesmeisterschaften teilgenommen und mit ,Spicy Berlin‘ gewonnen. Mal sehen, wie weit mich der Cocktail hier bringt“, sagte der Niedersachse.

Geschüttelt und nicht gerührt: Die 25 Barkeeper aus ganz Deutschland sind für drei Tage nach Göhren-Lebbin gekommen, um den Besten oder die Beste ihrer Zunft zu küren. Zum 33. Mal findet die Deutschen Cocktail Meisterschaft statt, zum ersten Mal im Schloss Fleesensee. Die Farben von Mecklenburg-Vorpommern vertritt Landesmeister Roland Salut und Vize-Landesmeister Dennis Bahlmann.

Ein guter Cocktail ist nicht alles

Dabei geht es bei den Meisterschaften aber nicht darum, den „Meister Cocktail“ zu finden, sondern den „360-Grad-Barkeeper“, so Mohammad Nazzal vom Deutschen Barkeeper-Service aus Hamburg. „Es kommt nicht nur darauf an, wie der selbst kreierte Cocktail schmeckt, sondern auch auf das Auftreten des Barkeepers, seine Technik, sein Wissen, seinen Umgang mit dem Gast“, betonte Nazzal. Es nütze nichts, wenn ein hervorragender Cocktail servierte werde, aber der Barkeeper es nicht verstünde, seine Gäste zu unterhalten und sie mit seinem Handwerk zu bezaubern.

Am späten Dienstagabend stand dann der Deutsche Cocktailmeister 2017 fest: Er heißt Paul Thompson und kommt aus Köln. Der 28-Jährige konnte die Jury mit seiner Kreation "Don’t call it Buttermilk" ("Nenn' es nicht Buttermilch") und seiner Bühnenpräsenz überzeugt. Zweiter wurde Martin Kramer aus Lutherstadt Wittenberg (Sachsen-Anhalt) gefolgt von Katja Schirmer aus Markkleeberg in Sachsen.