BESUCHERREKORD

▶ Besucherrekord im Malchower Mini-Museum

Klein, aber fein und nun sogar mit Rekord: Das Museum „Kiek in un wunner di” ist kurz davor die 7000-Besucher-Marke zu knacken. Ein besseres Werbekonzept macht es möglich.
Museumsleiterin Anke Henning mit besonderen Schuhen: Im Museum gibt es eine komplett eingerichtete Schusterstube, wie sie eins
Museumsleiterin Anke Henning mit besonderen Schuhen: Im Museum gibt es eine komplett eingerichtete Schusterstube, wie sie einst in Malchow in Betrieb war. Petra Konermann
Malchow.

Anke Henning, Chefin des kleinen, aber feinen Museums „Kiek in un wunner di” (Schau herein und wundere dich) muss sich manchmal selbst kneifen, wenn sie auf die aktuellen Besucherzahlen schaut. In diesem Jahr, das mit seinem warmen, heißen Sommer nun wirklich kein Museumsjahr war, hat sie gemeinsam mit ihren Kollegen einen Besucherrekord eingefahren. Sage und schreibe rund 40 Prozent mehr Besucher als noch 2018 sind in diesem Jahr in das Mini-Museum auf dem Kloster gekommen. Rund 6900 Gäste waren es insgesamt.

 

 

7000 Besucher angepeilt

„Natürlich können wir uns mit den größeren Einrichtungenn nicht vergleichen, aber für unser Museum, das doch etwas außerhalb liegt, ist das eine enorme Zahl”, ordnet Anke Henning die Daten ein. Es gab, so berichtet sie, eine Zeit, da haben die Mitarbeiter des „Kiek in un wunner di” davon geträumt, die 5000-Besucher-Marke zu knacken. „Und jetzt hoffen wir, dass wir bis zum Ende des Jahres vielleicht sogar die 7000 hinbekommen”, so Anke Henning. Ganz abwegig ist das nicht, denn immerhin hat das Museum bis Jahresende noch jedes zweite Wochenende geöffnet, und auch für Weihnachtsfeiern wird das Museum gerne gebucht, aber auch für runde Geburtstage.

Malchowerin überzeugt als Lehrerin

„Viele nehmen den Besuch in unserem Museum zum Anlass, eine Schulstunde zu buchen, das ist ein Renner, der uns zu etwas Besonderem macht”, meint Anke Henning. Denn die Malchowerin Margret Krämer, die in ihrem Leben nie als Lehrerin jemals vor einer Klasse stand, gibt im „Kiek in un wunner di” die strenge Paukerin mit so einer Überzeugungskraft, so dass schon so mancher Museumsbesucher erzitterte, egal ob jung oder schon erwachsen – ein unvergessliches Erlebnis für jeden. „Das hat sich herum gesprochen, das wollen viele selbst mal erleben”, weiß die Museumschefin.

Mehr Werbung

Im „Kiek in un wunner di” ist das Anfassen der Museumstücke ausdrücklich erlaubt, ja sogar, erwünscht – Begreifen im wörtlichen Sinne soll Lokalgeschichte begreifbar machen. Ausnahmslos jeder Besucher bekommt eine Führung. Aber das allein erklärt nicht den Besucherzuwachs. „Am Kloster direkt wird jetzt Werbung für unser Museum gemacht. Zudem gibt es das Kombi-Ticket, das den Eintritt in unser Museum, aber auch ins Orgelmuseum und auch in das Kunstmusem ermöglicht, wer möchte, kann das Ticket auch an verschiedenen Tagen nutzen”, erklärt Anke Henning.

Für Besucher bald leichter zu finden

Dass das „Kiek in un wunner di” wohl bald die Koffer packen soll, darauf freut sich Anke Henning. Denn gerade wird in Malchow an einem neuen, umfassenden Museumskonzept für das Kloster gestrickt. Das Konzept sieht auch vor, das „Kiek in un wunner di” ins dann sanierte Klostergebäude umzusiedeln. „Wir wären näher an unseren Schwester-Einrichtungen, wir sind dann für unsere Besucher sicherlich leichter zu finden als jetzt”, meint Anke Henning. Und wer weiß? Vielleicht gibt es dann wieder einen Besucherrekord? Der Umzug aber ist noch Zukunftsmusik und ist derzeit frühestens für das Jahr 2021 vorgesehen.

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