Heiße Ostern für die Feuerwehr
Brand auf Hausboot in Marina Eldenburg

Blick auf das Unglücksboot, das inmitten etlicher Yachten abgestellt war - ein Glück, dass nicht mehr passiert ist. Nur die Stirnseite ist verkohlt.
Blick auf das Unglücksboot, das inmitten etlicher Yachten abgestellt war - ein Glück, dass nicht mehr passiert ist. Nur die Stirnseite ist verkohlt.
Elke Enders

Ein ereignisreiches Osterwochenende liegt hinter den Warener Feuerwehrleuten, die gleich zu mehreren Einsätzen ausrücken mussten. Ein Brand an der Marina Eldenburg hätte dabei weitaus folgenschwerer enden können..

„Wir haben wahnsinniges Glück gehabt“, sagte ein Marina-Mitarbeiter noch am Tag danach. Am späten Ostersonntag, so gegen 22 Uhr, war auf dem öffentlich zugänglichen Betriebsgelände in unmittelbarer Nähe einer Halle plötzlich ein Feuer ausgebrochen. Ein an Land stehendes Hausboot mit riesigen Schwimmpontons brannte am Bug.

Das Pikante dabei: Rundum waren weitere Yachten abgestellt - nur wenige Meter entfernt, die ebenfalls hätten Feuer fangen können. Doch das beherzte Eingreifen eines Augenzeugen, der mit einem Handfeuerlöscher zu Werke ging, konnte die Flammen ersticken. Inzwischen war auch die Warener Feuerwehr zur Stelle, die aufgrund noch immer extrem hoher Temperaturen im Boot weitere Maßnahmen einleitete, um ein Wiederaufflammen zu verhindern. Personen befanden sich nicht an Bord, so dass auch niemand verletzt wurde. Nur das Steuerhaus des in Privatbesitz befindlichen floßartigen Gefährts erlitt erhebliche Beschädigungen, ebenso einer der Schwimmpontons. Warum das Feuer ausgebrochen war, dazu vermochte noch niemand eine Aussage zu treffen. Die Kriminalpolizei ermittelt, heißt es seitens der Polizei.

Ursache des Brandes bleibt noch unklar

Dass möglicherweise ein Zusammenhang mit den auf dem Dach befindlichen Photovoltaik-Elementen bestehen könnte, auch dazu gab es noch keine Angaben. Fakt ist, dass auch Kabel unterhalb des Bootskörpers verkohlt waren. Ob der Brand möglicherweise von hier ausgegangen ist, dazu werden die Brandursachenermittler ihre Untersuchungen führen.Am Ostermontag jedenfalls war die unmittelbare Schadenstelle polizeilich abgeriegelt. Niemand sollte das Boot betreten. Den entstandenen Sachschaden bezifferte die Polizei mit 10 000 Euro. Die Ermittlungen dauern an.

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus Waren hatten ohnehin ein heißes Osterwochenende. Zwei vergessene Kochtöpfe lösten jeweils in der Carl-Hainmüller-Straße und in der Carl-Struck-Straße die Rauchmelder aus. Die Mieter hatten ihr Mittagessen schlicht auf dem Herd vergessen. Der Schaden hier hielt sich in Grenzen.