Nächtliche Vollsperrung in Waren

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Brückenkontrolle geht in die zweite Runde

Mit Hilfe eines Lasters messen die Wissenschaftler, wie sich die Brücke unter Belastung verformt.
Mit Hilfe eines Laster messen die Wissenschaftler, wie sich die Brücke unter Belastung verformt.
Petra Konermann

Wissenschaftler werden sich erneut eine Nacht um die Ohren schlagen, um die angeschlagene Warener Brücke zu überprüfen. Und wieder müssen Autofahrer in der Nacht zu Freitag mit Wartezeiten rechnen.

Überwachung Teil zwei: Die Warener Brücke, die entlang der B 192 über die Gleise der Bahnstrecke Berlin-Rostock führt, wird auch in dieser Woche wieder von Wissenschaftlern „durchleuchtet“. Für die Vermessungsarbeiten der Wissenschaftler von der Hochschule Wismar und der Universität Hannover muss die Brücke in der Nacht von Donnerstag, 22. November, ab 21 Uhr bis Freitag, 23. November, bis morgens um 5 Uhr teilweise gesperrt werden.

Im Laufe der Nacht kommt es immer wieder zu Vollsperrungen in Richtung Malchow von jeweils rund 30 Minuten. Die Autofahrer müssen sich auf Wartezeiten einrichten. Die Messungen werden nachts vorgenommen, um die Beeinträchtigungen für den Verkehr durch Waren so gering wie möglich zu halten.

Im Jahr 1973 eingeweiht

Bereits in der vergangenen Woche hatten die Wissenschaftler im Zuge der Dauerüberwachung des Bauwerkes eine Nacht lang Messungen vorgenommen. Es galt dabei herauszufinden, wie weit sich die Brücke unter Belastung verformt, zum Beispiel, wenn ein Laster darüber fährt.

Die Brücke, die genau genommen aus zwei einzelnen Brückenbauwerken besteht, wurde 1973 eingeweiht und ist von Rostrissen innerhalb des Baukörpers bedroht. Seit Jahren wird die Brücke daher permanent überwacht. Die Daten von der Untersuchung in der vergangenen Woche müssen noch vollständig ausgewertet werden, „es wurde aber bislang nichts Auffälliges entdeckt“, so Professor Guido Bolle von der Hochschule Wismar.

Fahrspuren für Laster ausgewiesen

Laster dürfen die Brücke seit einiger Zeit bereits nur auf ausgewiesenen Fahrspuren benutzen, es gilt außerdem eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Das Aus der angeschlagenen Warener Brücke ist bereits beschlossene Sache: In fünf bis sieben Jahren soll ein Neubau erfolgen. Bis dahin steht das Bauwerk unter Dauerüberwachung.