KURHOTEL IN MALCHOW

Bürgerforum mit Investor in Sicht

Braucht Malchow ein neues, großes Hotel? Oder ist die Inselstadt mit Übernachtungsbetten schon reichlich ausgestattet? Die Diskussionen um dieses Projekt steuern auf einen neuen Höhepunkt zu.
So könnte das neue Hotel aussehen, das Investor Bruno Jablonski gerne in der Nähe der Kurklinik errichten möcht
So könnte das neue Hotel aussehen, das Investor Bruno Jablonski gerne in der Nähe der Kurklinik errichten möchte. Mauro Ota Delfino Architekt und Stadtplaner
Malchow.

Investor Bruno Jablonski will jetzt selbst reden. Darüber, welche Pläne er hat, wie das neue Hotel in Malchow aussehen soll, wann es denn gebaut werden könnte, wie die Malchower von den öffentlichen Angeboten eines großen Hotels profitieren könnten. Bei einer öffentlichen Bürgerinformation will er den Malchowern Rede und Antwort stehen. „Ich bin für alle Gespräche offen“, betonte Jablonski gegenüber dem Nordkurier.

Lange schon verfolgt der Investor das Ziel, neben dem Kurpark, gegenüber der Reha-Klinik und in Rufweite zu einem Wohnprojekt, das er bereits vor einiger Zeit realisiert hatte, ein Hotel zu errichten. Jablonksi ist von seinem Hotel-Konzept überzeugt: Es soll rund 100 Zimmer bieten, einen rund 1000 Quadratmeter großen öffentlichen Wellness-Bereich, einen Konferenz-Bereich für bis 200 Menschen, ein großes Restaurant. „Es ist ein Wellness-Hotel, das auch Tagungen ermöglichen würde und das die Angebote in der ganzen Region bereichern würde. Da bin ich mir sicher“, sagte Jablonski.

35 Millionen Euro sollen investiert werden

Er ist davon überzeugt, dass Malchow viel Potenzial hat, das, so der Investor, genutzt werden müsse. In der Inselstadt hat er nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren bereits 150 Wohnungen geschaffen, vor Kurzem erst sind weitere 34 Wohnungen für ältere Menschen mit und ohne Betreuungsbedarf fertig geworden. Schon jetzt sei die Nachfrage an den öffentlichen Sport- und Wellness-Angeboten, die in dem Wohnprojekt besucht werden können, so groß, dass sie nicht immer befriedigt werden könne, erklärte Jablonski. Rund 35 Millionen Euro sollen in das Hotel-Projekt investiert werden. „Ich weiß natürlich, dass ich die Malchower überzeugen muss“, meinte Jablonski.

Große Skepsis bei den Grünen

Das zumindest wird bei den Mitgliedern von Bündnis 90/Grüne wohl schwierig werden. Denn die haben sich bereits klar gegen das Hotel-Projekt positioniert. Joachim Stein, Bürgermeister a.D. und nun Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Malchower Stadtvertretung, erklärte dazu: „Malchow hat bereits jetzt deutlich über 2000 Fremdenverkehrsbetten. Jüngst wurde beschlossen, ein Hotel in der Langen Straße entstehen zu lassen, auf dem Kloster entsteht eine Ferienparkanlage. Wie viele weitere Übernachtungsplätze und Massentourismus verträgt Malchow noch?“, fragte er. Man müsse generell weg vom Massentourismus im Sommer, der eine überlastete Infrastruktur in Malchow und auch eine zunehmende Unzufriedenheit der Bürger nach sich ziehe, so Stein weiter.

Vor gut einem Jahr bereits hatte der Malchower Ortsverein der Grünen ein Bürgerforum zum Thema Kurhotel veranstaltet. „Hier haben viele Anwesenden das Projekt abgelehnt“, erinnerte sich Stein. Die Grünen wünschen sich, so der Fraktionsvorsitzende weiter, dass Potenziale der Stadt „in Richtung eines qualifizierten Gesundheitstourismus entwickelt werden.“

Investor Bruno Jablonksi weiß um die Kritik, auch deshalb möchte er sich den Fragen der Bürger stellen. „Vor allem aber möchte ich, dass sich die Malchower selbst ein Bild von dem Projekt machen können“, so Jablonski.

Die Bürgerinformationsveranstaltung zum „Hotel am Kurpark“ findet am Sonnabend, 29. Februar, von14 bis 17 Uhr im Haus des Gastes „Werleburg“ statt.

 

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