Walower Appell

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Bürgermeister fordern Stopp des Windeignungsgebietes

Uwe Koch von der Initiative "Freier Horizont" (links) übergab an den Kreistagspräsidenten Thomas Diener (Mitte) eine Unterschriften-Sammlung, Walows Bürgermeister Heinz Gerull (rechts) den "Walower Appell".
Uwe Koch von der Initiative „Freier Horizont” (links) übergab an den Kreistagspräsidenten Thomas Diener (Mitte) eine Unterschriften-Sammlung, Walows Bürgermeister Heinz Gerull (rechts) den „Walower Appell”.
Petra Konermann

Rund um Walow und Kogel regt sich weiter Widerstand gegen ein Windkraftgebiet. Vier Bürgermeister haben nun ein entsprechendes Papier auf den Weg gebracht.

Mit einem gemeinsamen Appell haben sich am Dienstag die Bürgermeister der Gemeinden Fünfseen, Leizen, Walow und Zislow an Kreistagspräsident Thomas Diener gewandt. Darin fordern die Gemeindeoberhäupter den Stopp des „Windkrafteignungsgebietes Kogel/Walow“ und dessen Streichung aus den regionalen Planungen des Landkreises. Sie befürchten, dass die „einmalige Landschaft unserer Heimat einer unersättlichen Windkraft-Industrie zum Opfer fällt“, so die Formulierungen des Appells.

Appell an den Kreistagspräsidenten weitergereicht

Die vier Bürgermeister forderten den Kreistagspräsidenten zudem auf, seinen Einfluss auf Landesebene geltend zu machen und das Energiekonzept der Landesregierung zu hinterfragen, „Energieexportland Nr. 1“ werden zu wollen. „Es kann nicht sein, dass Entscheidungen, wohin Windräder gebaut werden, über die Köpfe der Bürger hinweggetroffen werden. Es muss die Demokratie zurück in die Gemeinden gegeben werden“, sagte Heinz Gerull, Bürgermeister der Gemeinde Walow.

Gemeinsam mit den Bürgermeistern Egbert Wenghöfer (Fünfseen), Stefanie Nürnberg (Leizen) und Uwe Albrecht (Zislow) hatte er den Appell erarbeitet und Kreistagspräsident Diener überreicht.

Einbußen im Tourismus befürchtet

Die Bürgermeister machten deutlich, dass sie durch den weiteren Bau von Windkraftanlagen in der Müritzregion die bislang gute touristische Entwicklung in Gefahr sehen, der, im Gegensatz zur Windkraftindustrie, Arbeitsplätze in den Dörfern schaffe. Kreistagspräsident Diener versprach, den „Walower Appell“ der vier Bürgermeister an den Regionalen Planungsverband weiterzuleiten. Darüber hinaus regte Diener die Bürger der betroffenen Gemeinden an, selbst Lobbyarbeit bei Parteien, Kreistagsmitgliedern und Landtagsabgeordneten zu betreiben, um ihre Forderungen nach einem Stopp des „Windkrafteignungsgebietes Kogel/Walow“ durchzusetzen.