Tourismus
Campingplatz Kamerun will neue Zelte aufschlagen

Die Fläche des Zeltplatzes in Kamerun soll durch einen Spielbereich und eine Fläche für Ferienhäuser erweitert werden.
Die Fläche des Zeltplatzes in Kamerun soll durch einen Spielbereich und eine Fläche für Ferienhäuser erweitert werden.

Die Stadt Waren will dem Campingplatz Kamerun mehr Platz geben. Geplant sind Ferienhäuser und eine Fläche für Spiel- und Freizeitangebote. Allerdings gibt es noch einige Hürden zu nehme.

Der Campingplatz Kamerun am Warener Ortsausgang in Richtung Klink soll vergrößert werden. Das hat der Stadtentwicklungsausschuss bei seiner Sitzung jetzt mehrheitlich empfohlen. Kurioserweise in der Waldschänke, die zum Campingplatz Ecktannen gehört, der wiederum mit dem Wirtschaftspreis der Stadt Waren ausgezeichnet wurde. Das zeigt aber, wie groß die Bedeutung des Campingtourismus für das Heilbad ist. Auch der Platz in Ecktannen ist übrigens in Spitzenzeiten zu klein.

Neu ist das Anliegen nicht, denn bereits im Juni 2005 hat die Stadtvertretung den Aufstellungsbeschluss für die Erweiterung des Campingplatzes Kamerun beschlossen. Nun liegt ein Konzept auf dem Tisch, was auf den Flächen passieren soll. Der Campingplatz wächst auf eine Größe von etwa 5,1 Hektar.

Geplant ist die Entwicklung eines Ferienhausgebietes mit einer Größe von 33 894 Quadratmetern. Um einen Teich herum sollen 37 Ferienhäuser und fünf Doppelhäuser für Gruppen und Schulklassen entstehen, wie das beauftragte Planungsbüro ign aus Waren vorstellte. Auch vier bis fünf Wohneinheiten für die Mitarbeiter sollen gebaut werden. Das Ferienhausgebiet bekommt nach den Vorstellungen des Betreibers einen eigenen Eingangsbereich.

Die Kinder des Wohngebietes Eldenholz, das sich auf der anderen Seite der Bundesstraße 192 befindet, können sich auf einen großen Spielplatz freuen. Denn zusätzlich zu den Ferienhäusern ist eine ehemals landwirtschaftlich genutzte Fläche für Spiel- und Freizeitangebote geplant. Die soll öffentlich zugänglich sein, wie die zuständige Planerin auf Nachfrage von Stadtvertreter Sven Breuer (CDU) sagte. Der naturnahe Spielplatz soll voraussichtlich vom Hersteller Sik-Holz angefertigt werden. Damit er auch bei schlechtem Wetter genutzt werden kann, planen die Campingplatzbetreiber eine Teilüberdachung und Windschutzwände.

Im Sommer schon jetzt bis zu 1000 Gäste täglich

Das Grundstück ist 16 768 Quadratmeter groß und erstreckt sich entlang der Straße „Zur stillen Bucht“. Die schmale Straße sehen die Politiker als Achillesferse. Sie bietet nicht genug Platz, damit sich zwei Autos begegnen können, Wohnmobile schon gar nicht. „Die Straße ist jetzt schon überlastet und für Radfahrer ist es dort ganz schlecht. Wenn der Verkehr zunimmt, muss da was passieren“, sagte der Ausschussvorsitzende Ralf Schütze (SPD). Im Sommer sind laut Verwaltung täglich bis zu 1000 Gäste auf dem Platz mit dazugehöriger Marina.

Problematisch ist auch das Thema Verkehrslärm. Denn im Bereich der Bundesstraße wurden zwischen 55 und 60 Dezibel gemessen, was in etwa dem Lärmpegel einer Nähmaschine entspricht. Ausschussmitglied Dr. Fabian Föhring (Grüne/SPD) bekam vom Planungsbüro allerdings keine konkrete Aussage, welche Maßnahmen zu erwarten sind, um das Lärmproblem in den Griff zu bekommen. Man wolle erst das Emissionsgutachten abwarten, lautete die Antwort.

Wenn die Stadtvertreter der Empfehlung des Ausschusses folgen, dann startet die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Das kann durchaus spannend werden, denn der Campingplatz grenzt an ein Niedermoorgebiet, das als Biotop ausgewiesen ist.