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CDU-Politiker: Partei trotz Turbulenzen auf Kurs

Der Austritt Olaf Bauers aus der Partei hat in Rechlin und Umgebung für Gesprächsstoff gesorgt. Nun meldete sich auch der CDU-Ortsvorsitzende Hartmut Lehmann zu Wort.

Hartmut Lehmann, Ortsverbandsvorsitzender der CDU in Rechlin
Elke Enders Hartmut Lehmann, Ortsverbandsvorsitzender der CDU in Rechlin

Eigentlich hatte Hartmut Lehmann den aufkeimenden Zwist in „seiner“ CDU immer als eine innere Angelegenheit der Gemeindevertretung Rechlin gewertet. Mit dem Austritt aus dem Ortsverband der CDU und dem Gang Olaf Bauers, ehemaliger Bürgermeister von Rechlin, zur Presse hätte die Angelegenheit aber Gewicht erlangt, was die Interessen des Ortsverbandes öffentlich berührt.

Etwas, das den Ortsvorsitzenden veranlasst, Stellung zu beziehen. Für Lehmann stellt sich der Sachverhalt so dar: „Demokratie wird immer dann zum schwierigen Part, wenn Meinungsverschiedenheiten zu Tage treten und man Mehrheitsmeinungen akzeptieren muss.“ Das sei Bauer schwer gefallen, was Auslöser für den Konflikt war, wie Lehmann meinte. Er sieht Bauers Austritt als eine Art „Nachtreten“ an bezüglich jener Dinge, die im Vorfeld gelaufen seien - sowohl bei den Rechliner Gemeindevertretersitzungen als auch bei den Ortsverbandstreffen.

"Er lebte die Vorstellung von einer anderen CDU"

Bauer habe oft allein mit seiner Meinung dagestanden, etwas, womit er nicht gewohnt war, umzugehen, wie Lehmann darlegte. „Er lebte die Vorstellung von einer anderen CDU, nicht die, die es in Rechlin gibt“, so Lehmann, der um die Jahrtausendwende die Funktion des Ortsvorsitzenden von Bauer übernommen hatte. Damals wäre ihm aufgefallen, dass unter Bauer der Zugang zur Basis fehlte, wodurch vorübergehend immer weniger Mitglieder zu den Treffen kamen. Ein Tal, aus dem sich der Verband erholt hätte. „Ich habe versucht, den zunehmenden Riss aus der CDU rauszuhalten“, so Lehmann.

Auch jüngst, mit den derzeit insgesamt fünf Austritten, die mehr oder weniger mit Bauers Schritt zu tun hätten, würde die „Süd-CDU“ nicht in ihrer Existenz gefährdet. Im Gegenteil: Lehmann sieht den Verlust Bauers „durchaus für die Harmonie innerhalb des Ortsverbandes als förderlich an, weil ein gewisses Streitpotenzial rausgehalten würde“. Und: „Wir haben es immer gehabt, dass Leute, sei es mit persönlichen als auch politischen Erwartungen, die nicht erfüllt wurden, das Parteibuch abgegeben haben.“