Kritik an Corona-Politik

Corona-Brief vom Pastor in Waren heiß diskutiert

In einem kritischen Brief an den Bundespräsidenten forderte Marcus Wenzel, dass das Infektionsschutzgesetz verhindert werden soll. Bei Nordkurier-Lesern ist das Thema umstritten.
Seiner kritischen Meinung gegenüber der aktuellen Corona-Politik hat Warens Pastor Marcus Wenzel in einem offenen Brief a
Seiner kritischen Meinung gegenüber der aktuellen Corona-Politik hat Warens Pastor Marcus Wenzel in einem offenen Brief an den Bundespräsidenten Ausdruck verliehen. Martin Schutt
Waren

Der Kirchenkreis hat den Brief kritisiert, Warens Bürgermeister konnte manche Ansichten von Marcus Wenzel nachvollziehen, manche nicht. Der Auslöser: Der Pastor der Warener St. Mariengemeinde hatte einen Brief an den Bundespräsidenten geschrieben, in dem er Frank-Walter Steinmeier dazu auffordert, das neue Infektionsschutzgesetz aufhalten und die Zustimmung zu verweigern.

Das Thema interessiert derzeit sehr viele Menschen. Der Nordkurier hat einige Leserbriefe dazu erhalten, in denen ausführlich Für und Wider dargelegt wurden. Hier einige kurze Auszüge daraus.

[Pinpoll]

Manuel Köpp aus Waren beispielsweise kann sich dem Offenen Brief des Pastors voll anschließen. „Herr Wenzel formuliert die Gedanken von vielen Millionen verzweifelten und resignierenden Mitmenschen, die das Vertrauen in die Coronapolitik unserer Regierung verloren haben, die sich betrogen fühlen mit einer Impfung, die keine ist, die vergeblich nach Logik und Sinn immer neuer Einschränkungen suchen, die als ,Impfverweigerer' entgegen allen wissenschaftlichen Erkenntnissen als Ursache für steigende Infektionszahlen, Impfdurchbrüche, Kapazitätsprobleme in den Krankenhäusern gebrandmarkt werden”, schreibt der Nordkurier-Leser.

Hanebüchene Vergleiche oder kritische Fragen?

Friedemann Henschel ist anderer Meinung. „Es ist ungeheuerlich, wie in der Angelegenheit um den Warener Pastor der Marienkirche in der Öffentlichkeit reagiert wird”, findet der Nordkurier-Leser aus Panschenhagen. „Allein, dass hanebüchene Vergleiche in der Bekämpfung der Corona-Pandemie mit dem Dritten Reich wieder salonfähig zu werden scheinen, ist schon ein Skandal. Dabei dienen die aktuellen Beschränkungen allein gesundheitlicher sowie sozialer Fürsorge, werden aber ein Politikum. Sich impfen zu lassen, zeigt Verantwortlichkeit für die Gesellschaft. Wer das noch immer leugnet, handelt mehr als egoistisch.”

[Pinpoll]

Nordkurier-Leserin Regina Cleemann aus Waren steht hingegen mit ihrer Meinung auf der Seite des Pastors. „Seit Monaten werden Menschen in diesem Land kriminalisiert, die die Schritte der Coronapolitik in unserem Land kritisch hinterfragen und sich bewusst gegen die Impfung entschieden haben. Das gesamte Vorgehen innerhalb der Politik ist so widersprüchlich, dass es regelrecht nach einer Hinterfragung schreit.”

Made with Flourish

Corona-Update per Mail

Der regelmäßige Überblick über die Fallzahlen, aktuellen Regelungen und neuen Entwicklungen rund um das Corona-Virus in Mecklenburg, Vorpommern und der Uckermark. Jetzt kostenfrei anmelden!

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Waren

zur Homepage