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Teure Wildbrücke wächst

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Damit Hirsche nicht auf der Strecke bleiben

Ein riesiges Beton-Ungetüm wächst an der A 19 bei Wredenhagen.
Ein riesiges Beton-Ungetüm wächst an der A 19 bei Wredenhagen.
Elke Enders

Naturschutz ist schön und gut - aber oft auch mächtig teuer. Wie etwa die Wildquerung über die A19. Dem Millionenprojekt steht ein Brückenschlag bevor.

Bei Wredenhagen, direkt über der Autobahn A 19, wächst ein gigantisches Bauwerk. Rund 4,3 Millionen Euro werden hier vom Bund in eine Wildtierbrücke investiert. Damit sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen können, wie Kritiker meinen?

Weit gefehlt, informierte das Straßenbauamt Neustrelitz, das Bauwerk für den Naturschutz fällt mit seinen 58 Metern Breite bereits in die Kategorie einer Grünbrücke. So werden Querungen bezeichnet, die weit über die Meterzahl einer herkömmlichen Straßenbrücke hinausragen. Damit wird auch Hirschen das Überwinden der sonst tödlichen Gefahr einer Autobahn ermöglicht.

Bei der Standortwahl haben sich die Planer an den natürlichen, überregionalen Wildwanderpfaden orientiert, heißt es. Gerade wurde die Hälfte des zweiten Rahmens, der bis zur Mitte der Autobahn hineinragt, hergestellt. Anfang bis Mitte November werden beide Rahmenhälften zusammen betoniert. Bauende ist damit aber noch lange nicht. Es werden noch tausende Kubikmeter Erde benötigt, um die Aufgänge zu unterfüttern und auch oberirdisch Vegetation anzupflanzen. Schließlich soll sich das Wild wohl fühlen.