FUSION IN LÄRZ

Das große Spektakel startet

Zehntausende Partywillige zieht es ab Mittwoch zum Festivalgelände nach Lärz. Obwohl das Festival seit Monaten ausverkauft ist, gibt es noch Tickets – allerdings nur ganz besondere.
Zum Fusion-Festival werden wieder zehntausende Gäste erwartet. Bevor sie dort abfeiern können, müssen sie allerdings die Verkehrskontrollen der Polizei passieren.  
Zum Fusion-Festival werden wieder zehntausende Gäste erwartet. Bevor sie dort abfeiern können, müssen sie allerdings die Verkehrskontrollen der Polizei passieren. Archiv/Elke Enders
Lärz ·

Das kleine verschlafene Lärz rückt ab Mittwoch verstärkt ins Visier der Polizei. Dann beginnt dort, am Südzipfel der Müritz, das Fusion-Festival, zu dem bis zu 70.000 Gäste erwartet werden. „Schon seit Dienstagabend gibt es ein höheres Verkehrsaufkommen um den Veranstaltungsort“, sagt Kathrin Jähner von der Polizeiinspektion Neubrandenburg. Die Polizei rechnet vor allem zu den An- und Abreisezeiten am Mittwoch und Donnerstag sowie von Sonntag bis Dienstag mit viel Verkehr. Die Polizei geht davon aus, dass ein Großteil der Besucher mit dem eigenen Pkw, Wohnmobil oder umgebauten Transportern anreist.

Um die Sicherheit auf den An- und Abreisestrecken zu gewährleisten, führen die Beamten Verkehrskontrollen an unterschiedlichen Orten wie zum Beispiel am Parkplatz Vipperower Heide durch. „Die Anzahl der kontrollierenden Polizisten variiert zeitlich und örtlich, maximal werden 30 Beamte zur gleichen Zeit an einer Kontrollstelle sein“, erklärt Polizeisprecherin Diana Mehlberg. Bei den Kontrollen werden nicht nur Polizisten aus Röbel und Neubrandenburg, sondern auch Beamte aus benachbarten Polizeiinspektionen sowie der Bereitschafts- und Bundespolizei im Einsatz sein.

Bus-Shuttles schon früh am Morgen

Bei jeder Kontrolle werde der Fahrzeugführer überprüft. Gegebenenfalls erfolge auch eine verdachtsunabhängige Kontrolle des Pkws. „Das liegt im Ermessen des kontrollierenden Beamten“, sagt Diana Mehlberg. Die unterstützenden Kollegen seien zudem speziell geschult zur Erkennung von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr.

Ihre Kenntnisse hatten sich in den vergangenen Jahren bewährt. So wurden 2016, bei der letzten Fusion, 200 Autofahrer festgestellt, die unter dem Einfluss von Drogen standen oder alkoholisiert waren. Wenn die Polizei ab heute Mittag ihre Kontrollen durchführt, haben die Busfahrer von Becker-Strelitz-Reisen schon etliche Shuttle-Touren hinter sich. „Wir starten zwischen 6 und 7 Uhr morgens“, sagt Mitarbeiterin Mandy Gutsch.

Einige ganz besondere Tickets sind noch zu haben

Von Mittwoch bis Dienstag werden die Busse zwischen dem Neustrelitzer Süd-Bahnhof und dem Festivalgelände pendeln. „Wir fahren die Besucher bis aufs Festivalgelände“, sagt Gutsch. Die Busse fahren stündlich, so wie die Züge am Bahnhof eintreffen. Rund 15 Busse seien den ganzen Tag unterwegs. Die Fahrer sind im Schichtsystem tätig. Ihre Arbeit ist erst zu Ende, wenn jeweils der letzte Zug eingetroffen ist.

Von der Bahn werden zusätzlich zu den regulären Zügen am Mittwoch und Donnerstag jeweils zwei Entlastungszüge eingesetzt. „Es wird mit zusätzlichen 15 000 bis 20 000 Fahrgästen gerechnet“, erklärt ein Bahnsprecher. Für die Rückreisewelle ab Sonntagmittag werden sechs Sonderzüge eingesetzt.

Wenn am Sonntag ein Teil der Fusion-Besucher das Festival bereits verlässt, können Neugierige auf das Gelände. „Man kriegt noch ein Sonntagsticket bei der Fußgängerbrücke“, sagt Martin Eulenhaupt, Vorsitzender des veranstaltenden Kulturkosmos-Vereins. Das sei etwas Besonderes, weil die Festivaltickets eigentlich schon seit Monaten ausverkauft sind.

Für die Einwohner von Lärz sowie den angrenzenden Gemeinden Mirow und Rechlin gibt es für den Samstagabend ein spezielles Lokalticket. „Die Karte gibt es nur, wenn man den Wohnsitz beispielsweise mit dem Ausweis angeben kann“, sagt Eulenhaupt. Allerdings sei das Kontingent begrenzt, macht er deutlich.

 

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