FESTIVAL IN LäRZ

Veranstalter der Fusion reagiert zum Knatsch mit der Polizei

Im Gespräch mit dem Nordkurier hat der Vorsitzende des Fusion-Trägervereins Kulturkosmos allen Gerüchten widersprochen, nach denen das Kultur-Festival ausfällt.
Nadine Schuldt Nadine Schuldt
So sah es voriges Jahr auf dem Fusion Festival aus.
So sah es voriges Jahr auf dem Fusion Festival aus. Nadine Schuldt
Die Macher vom Kulturkosmos-Verein schaffen immer viele Bühnen und Tanzflächen, die mit viel Liebe zum Detail gestaltet werden.
Die Macher vom Kulturkosmos-Verein schaffen immer viele Bühnen und Tanzflächen, die mit viel Liebe zum Detail gestaltet werden. Nadine Schuldt
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Lärz.

Martin Eulenhaupt stellt auf Nordkurier-Nachfrage zunächst eines ganz klar: Er gehe davon aus, dass das Fusion-Festival auch in diesem Jahr stattfindet. Damit reagiert der Vorsitzende des Kulturkosmos-Vereins, dem Veranstalter des Fusion Festivals, auf anderslautende Medienberichte, die seit Freitagnachmittag die Runde machen. Auslöser war eine Meldung des NDR, nach der das Genehmigungsverfahren für das Festival auf dem Lärzer Flughafengelände ins Stocken geraten sei.

Die Polizei hatte am Freitag in der Tat von Sicherheitsproblemen bei dem Festival gesprochen. Demnach würden bundesweit geltende Sicherheitsbestimmungen und Standards für derartige Großveranstaltungen nicht eingehalten. Details könne man mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht nennen.

Am Dienstag hat die Polizei in einer Pressekonferenz in Neubrandenburg Stellung zum Streit um das Festival genommen. Hier können Sie sich die Pressekonferenz der Polizei zur Fusion in Gänze ansehen:

Fusion Festival stellt sich „Super-Bilanz” in Sachen Sicherheit aus

Martin Eulenhaupt widerspricht der Darstellung der Polizei. Zwar seien in der Tat noch einige Dinge mit Behörden im Landkreis zu klären. Allerdings geht er fest davon aus, dass sie geklärt werden können und man eine Genehmigung für das Festival erhalten werde. Darüber hinaus habe das Fusion Festival mit Blick auf die Sicherheitsstandards eine Super-Bilanz: „Unsere Veranstaltungen wurden im Hinblick auf Fluchtwege und Notfallpläne immer zuverlässig abgesichert“, sagt Eulenhaupt.

Der Kulturkosmos-Verein organisiert die Fusion seit über 20 Jahren. In dieser Zeit sei nie etwas Schlimmeres passiert und niemand zu Schaden gekommen.

Schon seit Längerem Konflikte mit der Polizei

Zwischen dem Veranstalter und der Polizei schwelt schon seit längerer Zeit ein Konflikt. So will die Polizei, die bislang nur im Umfeld des Festivals aktiv ist, auf dem Festivalgelände eine mobile Polizeistation einrichten sowie eine anlasslose Bestreifung durchführen. Das allerdings möchte der Veranstalter nicht.

Dennoch hatte er einen Kompromissvorschlag gemacht: Die Polizei könne eine mobile Station auf dem Flugplatzgelände einrichten. „Die Polizei ist auf uns keinen Schritt zugekommen“, sagt Eulenhaupt zu der Polizei-Reaktion. Er bedauere das. Vergangenes Jahr sei es noch eine Kommunikation auf Augenhöhe gewesen. Davon könne derzeit nicht die Rede sein, so Eulenhaupt.

Pressekonferenz für Mittwoch angekündigt

Das Fusion-Festival besuchen jedes Jahr rund 65 000 Besucher. Hinzu kommen 5000 weitere Tickets, die enge Freunde von auftretenden Bands oder Mitarbeitern erhalten. Die Angabe des NDR, dass bis zu 100 000 Karten verkauft seien, stimme nicht. Martin Eulenhaupt kündigte an, dass es am Mittwoch im Berliner Gorki-Theater eine Pressekonferenz geben werde, bei der man die ganze Thematik klären wolle.

 
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Kommentare (9)

Zuersteinmal sollte auch dem NDR klar sein, dass mit solchen Meldungen der Erfolg des Festivals drastisch gesenkt werden kann. Das ist wie mit dem Schlechtwetterbericht. Zum Anderen habe ich den Eindruck, das hier ganz bewusst Gründe gesucht werden, das Festival zu torpedieren. Ich bin weit weg von der Zielgruppe der Festivalfans, finde aber gerade diese Veranstaltung in unserem Land enorm wichtig, nicht nur für die Jugend- und Kulturszene. Bis auf kleiner Ausreisser -wo gibt es die nicht- habe ich auch nur Positives gehört. Also danke an den Veranstalter und die Bitte an alle, die was zu sagen haben, setzt euch für das Festival ein!

Na, daß die Veranstalter nicht wollen das die Polizei dort ist, liegt ja auf der Hand. Es ist ja allseits bekannt, daß es ein Hauptumschlagplatz für Drogen ist. Da gibt es ja wirklich alles ...

Schon klar, was die Polizei auf der Fusion will: Konsumentinnen von Partydrogen den Spaß vermiesen und die eigene Statistik ordentlich aufpeppen (im doppelten Sinne des Wortes). Einbrüche, Schlägereien, Diebstähle, CumEx-Geschäfte, also echte Kriminalität, bei der Menschen anderen Menschen Schaden zufügen - solche Probleme sind auf der Fusion gering und darum werden sie sich sowieso nicht kümmern.

Martin Eulenhaupt ist ein Lügner und Psychopath. Es kamen in den letzten Jahren viele Menschen zu Schaden. Nicht nur bei den Einheimischen, der Natur, beim Steuerzahler sondern auch bei seinen Gästen. Zu jeder Fusion sind die Polizeistationen überfüllt, die Krankenhäuser mit verletzten Fusion-Besuchern überfüllt, sexuelle Belästigung, Vergewaltigung, Kinder-Vermisstenanzeigen werden gestellt, Diebstähle gemeldet, zu Masse Drogen verkauft, Lärmbelästigung bis über 25 Kilometer Entfernung noch hörbar, verstopfte Straßen durch An- und Abreiswellen auf der B-198, Müllberge über Müllberge etc. Wenn diese Fusion sauber sein soll, dann lachen nur die Hühner im Stall über so viel Empathie wie bei Herrn Eulenhaupt vorhanden ist. Herr Eulenhaupt sieht nur das schnelle Geschäft, was laufen soll. Am Ende steht aber wieder ein riesiger Scherbenhaufen bevor, der ihm egal ist. Mir aber nicht!

Hallo Lisa,
mich würde interessieren woher du diese Information hast ?
Du kannst hier schlecht irgendwelche Behauptungen aufstellen ohne aussagekräftige Beweise!
Wär nett wenn du gerade mal erläutern würdest wie du darauf kommst.

Hallo Lisa,

ich würde dich bitten hier keine perfide Rufmordkampagne die auf Lügen basiert zu starten.
2016 gab es beispielsweise exakt eine (!) einzige Anzeige aufgrund eines Gewaltdeliktes bei der Polizei. Bei über 70.000 Besuchern ziemlich beachtlich, auf jedem Dorf-Fest gibt es mehr Gewalt-Exzesse.
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108770/3373754

Polizeistation mit Streifendienst auf dem Festivalgelände. Was bei Heavy-Metal-Fans seit vielen Jahren problemlos in Wacken mit 75000 Besuchern möglich ist, ist bei Fusion nicht nötig? Hier malt der Fusion-Veranstalter Bullerbü-Atmosphäre.

Keine Ahnung ob es auf Wacken nötig ist, ich hoffe nicht. Ich gehe lieber auf ein Festival, auf dem die Menschen gegenseitig auf sich aufpassen, Zivilcourage zeigen und dafür keine Polizei brauchen. Dieses Jahr wird meine fünfte Fusion, und mein ca. 20. Festival, und nirgends ist es so friedlich wie auf der Fusion.

Das Gerücht die Polizei sie wegen dem enthemmten Drogenhandel nötig, ist nun wirklich an den Haaren herbeigezogen, in jeder Kleinstadt mit deutlich weniger als 70.000 Menschen werden die selben Drogen tagtäglich angeboten und konsumiert, niemand braucht die Fusion um an die überteuerten Drogen zu kommen, die es außerhalb an jeder Ecke billiger zu haben gibt, das nennt sich Realität und fragt eure Kinder, wenn ihr es nicht glauben wollt...
Weder sind die Krankenhäuser überfüllt noch die Anzeigen der Polizei aufgrund von Vergewaltigungen . Es ist ein unglaublicher Blödsinn, der sich hier wiederfindet.
Das Fusion Festival ist eine wichtige Institution in Norddeutschland, ja es hat eine linkspolitische Ausrichtung, aber wem das nicht passt und deshalb gleich die Schließung fordert, zeigt nur wessen Geistes Kind er ist und soll niemals wieder von Pressefreiheit oder irgendwelchen Grundrechten faseln...