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25-Jährige will in den Landtag

Nadine Julitz hat bereits mit jungen Jahren viel politische Erfahrung gesammelt.
Nadine Julitz hat bereits mit jungen Jahren viel politische Erfahrung gesammelt.
Nadine Schuldt

So etwas nennt man einen echten Generationswechsel: Der 64-jährige Rudolf Borchert wechselt in den politischen Ruhestand, die 25-jährige Nadine Julitz soll in Borcherts Landtags-Fußstapfen treten. Sie ist keine Unbekannte an der Müritz.

Im Mai hatte sich Nadine Julitz im Gespräch mit dem Nordkurier noch bedeckt gehalten – sprach davon, dass Kreis- und Landtag Optionen sein könnten. Jetzt soll der Konjunktiv durch harte Fakten ersetzt werden. Der SPD-Ortsverein Waren hat die politische Aufsteigerin als Kandidatin für den Wahlkreis 20 Müritz I nominiert. 

Nach dem Nominierungsvotum der Warener SPD muss sich Nadine Julitz am 9. September der SPD-Wahlkreiskonferenz stellen. Für Nadine Julitz wäre der Kampf um einen Landtagssitz in Schwerin der bisherige Höhepunkt ihrer noch jungen politischen Karriere. Ob im Kreisvorstand der SPD, als Mitarbeiterin der SPD-Bundestagsabgeordneten Jeannine Pflugradt oder als Vorsitzende des Warener Fachausschusses für Kultur, Bildung und Soziales – die 25-Jährige hat sich recht schnell ihre ersten Meriten verdient.

SPD-Legende Willy Brandt als Vorbild

Mit der möglichen Nachfolge von Rudolf Borchert würde sich für Julitz ein politischer Kreislauf schließen. Im Wahlkampf 2011 war sie im Team von Borchert maßgeblich am Einzug ins Parlament beteiligt. Noch heute schwärmt Julitz von ihrem älteren Parteikollegen: „Er hat immer ein offenes Ohr für junge Leute.“ Neben Borchert ist die junge Warenerin noch von einem ganz Großen der Deutschen Sozialdemokratie inspiriert worden – Willy Brandt. Selbst wenn sie den langjährigen SPD-Chef und Bundeskanzler nicht mehr live erlebt hat, schwingt eine Portion Bewunderung mit, wenn Julitz über die SPD-Legende spricht.