Die Stadt Waren ist seit zehn Jahren als Heilbad anerkannt und setzt weiter auf Gesundheitstourismus.
Die Stadt Waren ist seit zehn Jahren als Heilbad anerkannt und setzt weiter auf Gesundheitstourismus. dolgachov
Die Fläche auf dem Warener Nesselberg liegt seit Jahren brach. Nun will die Stadt Investoren suchen.
Die Fläche auf dem Warener Nesselberg liegt seit Jahren brach. Nun will die Stadt Investoren suchen. Miriam Brümmer
So sollte das Großprojekt Aqua Regia Park aussehen.
So sollte das Großprojekt Aqua Regia Park aussehen. NK-Archiv
Ziel sind noch mehr Gesundheits-und Wellnessangebote auf dem Warener Nesselberg: Die Stadt sucht Investoren im Bereich Gesundh
Ziel sind noch mehr Gesundheits-und Wellnessangebote auf dem Warener Nesselberg: Die Stadt sucht Investoren im Bereich Gesundheitstourismus. Andreas Gebert
Tourismus

Das soll an der Müritz nach dem Flop mit Großinvestor passieren

Der Aqua Regia Park war als Großprojekt im Heilbad Waren am Ende nur ein Luftschloss. Das Grundstück ist nach wie vor frei – welche Pläne hat die Stadt?
Waren

Ein 35 Meter hoher Tauchturm, Pferdestall, 140-Zimmer-Luxushotel, Veranstaltungszentrum, Therapie- und Wellnessangebote. Geschäftsmann Gregor Schmidt hatte große Pläne für das Heilbad Waren/Müritz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte). Mit einem Volumen von etwa 90 Millionen Euro wäre der Aqua Regia Park auf dem Nesselberg das größte Tourismusprojekt in Mecklenburg-Vorpommern gewesen. Doch im November 2019 war der Traum nach knapp vier Jahren geplatzt. Mit dem Rücken zur Wand ließ Schmidt noch einmal die Muskeln spielen, drohte mit einer Millionenklage, um dann still vom Hof zu verschwinden. Seitdem ist Gras über die Sache gewachsen. Aber außer Gras hat sich zwei Jahre nach dem Aqua-Regia-Flop eben auch noch nichts entwickelt auf dem 74000 Quadratmeter großen Filetstück.

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Verkauf sollte viel Geld bringen

Das sollte damals für knapp zwei Millionen Euro über den Ladentisch gehen. Der Verkaufserlös und auch die Steuern, die bei einer kommerziellen Nutzung sprudeln würden, fehlen in der Stadtkasse. Dabei könnte Waren das Geld mehr als gut gebrauchen angesichts der anstehenden Millionen-Investitionen in Schulen und Steinmole. Grund genug also, um bei der Warener Stadtverwaltung anzufragen, wann dort was passieren soll.

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Zwischenzeitlich habe es Interessenten für Investitionen auf dieser Fläche gegeben, die aber nicht mit den städtebaulichen Zielen im Einklang standen, heißt es dazu von Stadtsprecherin Stefanie Schabbel. Denn: „Die Stadt Waren möchte das Kurgebiet auf dem Nesselberg gesundheitstouristisch weiterentwickeln. Das ist nach wie vor das Ziel für die zur Verfügung stehende Fläche“, erklärt die Sprecherin.

Stadt will Kurgebiet weiterentwickeln

Auf erneute Nachfrage, was genau unter einer gesundheitstouristischen Weiterentwickelung zu verstehen sei, führt Stefanie Schabbel aus, dass Gesundheitstourismus vielfältige Chancen für die Anbieter aus Tourismus und Gesundheitswirtschaft biete, weil immer mehr Menschen bereit seien, auch im Urlaub etwas für ihre Gesundheit zu tun. „Der Gesundheitstourismus gewinnt immer mehr an Bedeutung und hat ein hohes Zukunftspotential durch wachsendes Gesundheitsbewusstsein, demografischen Wandel und medizinisch-technischen Fortschritt. Gesundheitstouristische Weiterentwicklung versteht sich als Schnittstelle zwischen Gesundheit, Wellness, Prävention und Tourismus“, teilt Stefanie Schabbel mit. Man wolle das Kurgebiet weiterwickeln und den Charme beibehalten. „Dazu zählen unter anderem die Schaffung von Gesundheitsdienstleistungen und Gesundheitstourismus. Medizinische Behandlungen, Gesundheitsbehandlungen, Rehabilitation gepaart mit Wellness, Freizeit, Sport, Erholung und einer eventuellen Schwimmhalle lassen diese Ziele verwirklichen.“

Ausschreibung geplant

Man wolle in diesem Jahr eine öffentliche Ausschreibung für die Fläche auf den Weg bringen, um mögliche Investoren zu finden. „Die Ausschreibung dieser Fläche bettet sich ein in das 10. Jahr der Anerkennung unserer Stadt zum Heilbad und ist somit ein gutes Signal für die künftige Entwicklung in unserer Stadt“,heißt es weiter. Dabei erhoffe man sich auch neue Impulse zum Thema Schwimmhalle. Denn sowohl die Verwaltung als auch die Mehrheit der Stadtvertreter hatten sich bei einer Standortdiskussion über die Schwimmhalle für das Kurgebiet ausgesprochen.

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Kommentare (1)

Verlauf sollte viel Geld bringen
Vielleicht liest der Redakteur noch den Kommentar, bevor die Nachricht mit dem Verlauf eínen schlechten Verlauf nimmmt