AUSGEZEICHNETE ARCHITEKTUR

Design-Preis für Kunstwerk zur friedlichen Revolution

Die Installation „Perspektiven zur Freiheit” ist von einer internationalen Jury ausgezeichnet worden. Das Kunstwerk war im vergangenen Oktober eingeweiht worden.
dpa
Manuela Schwesig (l, SPD), Ministerpräsidentin, und Christoph de Boor, Theologe und Zeitzeuge, stehen nach der feierliche
Manuela Schwesig (l, SPD), Ministerpräsidentin, und Christoph de Boor, Theologe und Zeitzeuge, stehen nach der feierlichen Einweihung des Kunstwerks „Perspektiven zur Freiheit” der beiden Stuttgarter Künstler Dagmar Korintenberg und Wolf Kipper, zur Erinnerung an die Demonstrationen 1989 im Osten Deutschlands, vor der St. Georgen-Kirche an dem Denkmal. Bernd Wüstneck
Waren ·

Die Kunstinstallation „Perspektiven zur Freiheit“ – das zentrale Erinnerungszeichen des Landes Mecklenburg-Vorpommern an die Friedliche Revolution 1989 – ist mit einem Designpreis ausgezeichnet worden. Wie das Schweriner Bildungsministerium am Donnerstag mitteilte, wurde das Kunstwerk mit dem undotierten Preis „IF Design Award“ in der Kategorie „Innenarchitektur“ geehrt.

Die Ehrung wird in Hannover von einer unabhängigen Designinstitution – der International Forum Design GmbH – vergeben. Eine internationale Jury hatte über etwa 10.000 Beiträge zu entscheiden, von denen 1700 Beiträge in 9 Kategorien Preise erhielten. In der „Innenarchitektur“ gab es 142 Preise.

Erinnerung an Demo im Oktober 1989

Die Installation wecke Neugier, biete Information und Austausch, und lade zum Erinnern ein, sagte Landesbildungsministerin Bettina Martin (SPD). Das Kunstwerk besteht aus dünnen weißen Stangen, zwischen denen Tafeln mit eingestanzten Losungen aus dem Herbst 1989 sind. Über eine App können Besucher historische Bilder aus jener Zeit sowie weitere Informationen sehen und herunterladen.

Das fragile Kunstwerk wurde im Oktober 2020 eingeweiht und erinnert an den 16. Oktober 1989, als rund 400 Bürger mit Kerzen in der Hand von der St.Georgen Kirche aus demonstrierten. Dies gilt als Beginn der friedlichen Revolution auf dem Gebiet der damaligen Nordbezirke Schwerin, Rostock und Neubrandenburg, deren Gebiete heute zu Mecklenburg-Vorpommern gehören.

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