FREIZEITANGEBOT AM FLEESENSEE

Deutschlandweit einzigartige Eisbahn in Malchow eröffnet

Mit großer Neugier reisten die ersten Eislauffans sogar von weither nach Malchow. Dort kann man jetzt mit kurzen Hosen auf Kunsteis seine Runden drehen.
Matty Putzar und Serena Finn durften das rote Band durchschneiden und die Eisfläche für die Besucher freigeben.
Matty Putzar und Serena Finn durften das rote Band durchschneiden und die Eisfläche für die Besucher freigeben. Ingmar Nehls
Malchow.

Paul Müller kam extra aus Rostock angereist, um die neue Kunsteisbahn in Malchow auszuprobieren. Der Eishockeyspieler war einer der ersten, die bei der Eröffnung am Samstag auf die Fläche stürmten. Auf diese Neugier und Begeisterung über die Stadtgrenzen hinaus hatte Daniel Finn, Geschäftsführer des Kultur- und Sportringes „Regenbogen“, gehofft.

Mit knapp 600 Quadratmetern steht in der Malchower Eishalle nun die größte Plastikeis-Fläche Deutschlands – und die einzige in MV. „Dieses Alleinstellungsmerkmal ist ein wichtiger Baustein im Mosaik des Tourismuskonzeptes der Stadt”, sagte Malchows Bürgermeister René Putzar (parteilos). 140.000 Euro hat die Stadt Malchow in das Freizeitangebot investiert.

Profitieren sollen aber auch die Einheimischen. „Wir bieten Schlittschuhlaufen ja schon im Schulsport an. Das kann jetzt sogar noch auf die Sommermonate ausgedehnt werden”, sagte Putzar. Auch die regionalen Eishockeymannschaften haben nun eine Sommeralternative zum Inlinehockey. Einen der größten Kritiker der Kunststoffeisfläche, den Kapitän und Torjäger der Malchower Wölfe, Robin Kühn, habe man auch schon überzeugen können. „Er war erst skeptisch. Nach ein paar Proberunden war er aber begeistert”, sagte Eishallenchef Martin Noffz.

Derzeit dürfen nur maximal 50 Menschen gleichzeitig laufen

Paul Müller aus Rostock stellte fest, dass die Platten etwas stumpfer seien als echtes Eis. Trotzdem jagte er mit viel Spaß und Power über die Fläche. Die kleinen Besucher schnappten sich Pinguine und Eisbären zum Festhalten. Noch etwas vorsichtig und eigentlich incognito, was in Malchow kaum möglich ist, war Uta Mindt unterwegs. Die ehemalige Ärztin hatte vier Jahre lang den Eislaufunterricht an der Grundschule geleitet und widmet sich nun dem Senioreneislaufen mit einer Gruppe.

Die könnten jetzt auch im Sommer die Schlittschuhe anziehen, denn die Vormittage sollen für angemeldete Gruppen und Vereine reserviert werden. Von 14 bis 18 Uhr ist das Kunsteis für die Öffentlichkeit frei. Wegen der Corona-Einschränkungen dürfen aber nur 50 Menschen gleichzeitig ihre Runden drehen. Um dies zu überprüfen, wurde ein Zählsystem an der Kasse eingerichtet.

Zudem muss in der Halle ein Mundschutz getragen werden, jedoch nicht auf der Eisfläche selbst. Für die Ferien werde man sich noch Zeiten überlegen, sagte Daniel Finn, der nun viele Einheimische und Urlauber von der neuen Bahn überzeugen möchte. Immerhin hat es fast 20 Jahre gedauert, bis ein Sommerkonzept für die Eishalle stand.

 

 

 

 

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