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Festival in Lärz

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Die Fußball-WM bleibt bei der Fusion außen vor

Die Drachenskulpturen werden während der Fusion über einer der Bühnen angebracht werden.
Die Drachenskulpturen werden während der Fusion über einer der Bühnen angebracht werden.
Nadine Schuldt

Damit bei der 21. Fusion alles reibungslos über die Bühne geht, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Public Viewing ist allerdings nicht geplant.

Im Stakkato wummern Technoklänge aus dem CD-Player. Vier Männer richten dabei auf dem Fusion-Gelände in Lärz vor der neuen Palapa-Bühne alles her, damit in wenigen Tagen die Tribüne mit den Sitzplätzen aufgebaut werden kann. Immerhin findet in rund zwei Wochen, vom 27. Juni bis 1. Juli, die 21. Fusion in Lärz statt.

„Ich mache hier mit, um mal ein bisschen aus dem Alltag rauszukommen“, sagt Helfer Björn Wunder. Er ist nicht der einzige. „Bis zum Wochenende werden bis zu 700 Leute auf dem Gelände sein“, sagt Martin Eulenhaupt, Chef des Kulturkosmos-Vereins. Der stemmt die Fusion seit vielen Jahren. Die Helfer werden unter anderem die Bühnenbilder und die Aufbauten auf den Dancefloors vorbereiten. Dafür werden in den kommenden Tagen noch Baumaterialien im Wert von rund 300.000 Euro verbaut. Trotz WM-Fieber, eins stellt Eulenhaupt klar: „Eine WM-Übertragung gibt es bei dem Musik- und Kunstfestival nicht.“

23 Musikbühnen geplant

Auf einer Fläche von etwa 70 Hektar wird es u. a. 23 Musikbühnen geben, die von rund 700 Bands und Kulturacts genutzt werden. Insgesamt ist das Gelände 170 Hektar groß. Auf der restlichen Fläche werden Camping- und Parkplätze zur Verfügung gestellt.

Damit den Besuchern nichts passiert, hat der Kulturkosmos-Verein einen ausgeklügelten Sicherheitsplan auf die Beine gestellt. „Es wird drei Feuerwehr-Standorte sowie zwei DRK-Stützpunkte geben“, sagt Eulenhaupt. Die Helfer werden rund um die Uhr vor Ort sein. Darüber hinaus werden auch viele Fachärzte aus Bereichen wie Urologie, Gynäkologie, Pädiatrie oder auch Chirurgie da sein. Ein richtiges kleines Klinikum sei da, die Mediziner seien in einem Container-Anlage untergebracht. „Wir wollen, dass die Leute hier so gut wie möglich medizinisch versorgt werden und nicht mit dem Krankenwagen über den Platz müssen“, sagt Eulenhaupt. Zudem werden über die Universität Rostock auch 120 Medizin-Studenten eingesetzt. Weiterhin gebe es auch eine Ambulanz mit etwa 100 psychologischen Fachkräften.

65 000 Tickets sind verkauft

Insgesamt wurden 65.000 Tickets verkauft – ausverkauft! Hinzu kommen noch einmal 5000 Karten, die an Familien- und Crewmitglieder der Künstler gingen. Für die Besucher werden ab Mittwoch, 26. Juni, die Fusion-Tore geöffnet. Zugleich starten dann auch die Verkehrskontrollen der Polizei. Die Beamten werden diese auf den Parkplätzen Vipperower Heide, Eldetal an der A 19 sowie an der B 198 in Mirow durchführen. „Es sind maximal 30 Beamte zur gleichen Zeit an einer Kontrollstelle“, sagt Polizeisprecherin Diana Mehlberg.

Mittwoch und Donnerstag sei wegen der Anreisewelle auch die Kreisstraße von der Jolly-Brücke bis nach Lärz gesperrt und eine Umleitung ausgeschildert. Am Abreisetag am Sonntag ist das ebenfalls so.

Die Macher vom Kulturkosmos-Verein haben auch an die Anwohner gedacht. Für Fragen und Beschwerden haben sie ein Bürgertelefon eingerichtet. Es ist unter 039833 2740499 zu erreichen.