BÜRGERMEISTERWAHL IN WAREN

Die Grünen stellen keinen eigenen Kandidaten

Wie groß wird die Auswahl an Kandidaten sein, die die Bürger am 13. September für das Warener Bürgermeisteramt wählen können? Der Nordkurier sprach mit denen, die sich bisher bei der Kandidaten- Frage im Hintergrund hielten.
Thomas Splitt (parteilos) kandidiert als Einzelbewerber.
Thomas Splitt (parteilos) kandidiert als Einzelbewerber. Ingmar Nehls
Toralf Schnur (FDP) könnte am Sonnabend von seinem Regionalverband als Kandidat offiziell bestätigt werden.
Toralf Schnur (FDP) könnte am Sonnabend von seinem Regionalverband als Kandidat offiziell bestätigt werden. Susann Salzmann
Wer zieht als Bürgermeister ins Warener Rathaus ein? Das entscheidet sich bei der Wahl im Herbst.
Wer zieht als Bürgermeister ins Warener Rathaus ein? Das entscheidet sich bei der Wahl im Herbst. Andreas Segeth
Christian Holz (links) geht für die CDU ins Rennen. Norbert Möller (SPD), amtierender Bürgermeister von Waren (
Christian Holz (links) geht für die CDU ins Rennen. Norbert Möller (SPD), amtierender Bürgermeister von Waren (rechts), hofft auf eine Wiederwahl. Archiv
Waren.

In der Frage, wer nach den Warener Rathausschlüsseln greift, haben sich einige Parteien und Einzelbewerber bereits positioniert, wen sie in den Wahlkampf schicken wollen. Bislang haben Norbert Möller (SPD), Christian Holz (CDU), Toralf Schnur (FDP) und Thomas Splitt (parteilos) ihre Ambitionen dafür öffentlich gemacht. Drei Parteien, die aktuell ebenfalls in der Stadtpolitik der Müritzstadt mitmischen, haben sich bislang in dieser Frage aber in Zurückhaltung geübt.

Still war es unter anderem bei den Linken. „Mir ist kein Kandidat der Linken bekannt“, reagiert Linken-Politiker und Warens Stadtpräsident Rüdiger Prehn auf die Nachfrage. Sicherlich werde die Bürgermeisterwahl vom Ortsverband noch einmal diskutiert. „Ich weiß nur, dass ich jetzt 65 Jahre alt bin“, begründet Prehn, weshalb er sich selbst nicht als potenzieller Linken-Vertreter sieht, der um den Stadtchefposten kämpft und dieses Amt sieben Jahre lang ausführen möchte.

„Nicht auszuschließen, dass wir einen Kandidaten haben“

Seit der Kommunalwahl im Mai 2019 sitzt die AfD neu in der Warener Stadtvertretung. Auch hier Zurückhaltung, ob die Partei jemanden für die Bürgermeisterwahl am 13. September ins Rennen schickt. Der Chef derWarener AfD-Fraktion, Frank Müller, argumentiert mit dem noch Monate entfernten Stichtag am 30. Juni, bis zu dem alle Bürgermeisterkandidaten ihre Kandidatur bei der Wahlleitung bekannt gemacht haben müssen. Ob es einen Bewerber gibt oder die AfD vielleicht sogar darüber nachdenkt, einen anderen Kandidaten zu unterstützen, lässt Müller offen. „Dazu möchten wir uns nicht äußern“, antwortet er auf Nordkurier-Nachfrage. „Es ist aber nicht auszuschließen, dass wir einen Kandidaten haben“, betont Müller. Dass der junge Mann vielleicht sogar selbst nach dem Bürgermeisteramt greifen möchte, bestätigt er nicht.

Diejenigen, die zur Bürgermeisterwahl dem Bewerber der Bündnis 90/Die Grünen ihre Stimme geben wollen, müssen sich von diesem Gedanken verabschieden. „Bei Bündnis 90/Die Grünen haben wir uns geeinigt, dass wir keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken werden“, sagt Jutta Gerkan als Vorsitzende ihrer Stadtfraktion. Die Grünen-Politikerin zog erst 2003 nach Waren und ist bereits seit 2004 im Warener Stadtparlament aktiv. „Wir haben großen Respekt vor der verantwortungsvollen Aufgabe eines Bürgermeisters. Wir sind als neue Fraktion zu jung dabei, um selbst Personal in dieser wichtigen Frage stellen zu können“, meint Gerkan, die in den vergangenen Legislaturperioden als Vertreterin von Bündnis 90/Grünen zusammen mit der SPD auf stadtpolitischem Terrain eine eigene Fraktion bildete.

Bewerbungsfrist läuft bis zum 30. Juni

Nach der Kommunalwahl im letzten Jahr das Novum: Die Grünen bekamen so viele Stimmen, dass sie mit drei Stadtvertretern nun eine eigene Fraktion bilden können. Mit diesem Wahlerfolg sei man zufrieden. Ob die Grünen während des Wahlkampfes einen anderen Kandidaten explizit unterstützen und wer dies sein könnte – diese Entscheidung solle zeitnah mit dem gesamten Ortsverband getroffen werden, so Gerkan.

Bewerbungen für den Chefsessel der Stadt Waren sind bis zum 30. Juni möglich.

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