Juniorwahl

Die Jugend in der Müritz-Region wählt Rot-Gelb

Auch in den Schulen in Waren und Malchow wurde zu den Land- und Bundestags-Wahlen die Stimmen abgegeben. Dabei gab es interessante Ergebnisse.
Schüler in Waren und Malchow konnten vor den vergangenen Land- und Bundestagswahlen ihre Stimmen in der Schule abgeben &n
Schüler in Waren und Malchow konnten vor den vergangenen Land- und Bundestagswahlen ihre Stimmen in der Schule abgeben – vorerst nur zur Probe. ©picsfive - stock.adobe.com
Waren

Nach einigen Zahlenvergleichen wird klar: Die Wahlergebnisse der letzten Bundestags- und Landtagswahlen ähneln denen der Jugendwahlen in Waren und Malchow. Im Warener Richard-Wossidlo-Gymnsium und an der Malchower Fleesenseeschule sind die Schülerinnen und Schüler ebenfalls an die Urne getreten und haben ihre Stimmen abgegeben.

 

 

In der Inselstadt geht die FDP auch ohne Kanzlerkandidaten bei der Bundestagswahl mit 21 Prozent der Stimmen als deutlicher Sieger hervor. Auf Landesebene siegte die SPD mit 26 Prozent. Per Direktmandat wären auch, bei den noch nicht offiziell Wahlberechtigten, in beiden Schulen die SPD-Kandidaten Johannes Arlt in den Bundestag und Nadine Julitz in den Schweriner Landtag eingezogen. In Malchow lag die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl bei rund 58 Prozent und bei der Landtagswahl bei etwa 50 Prozent.

Juniorwahl seit 1999 durchgeführt

Im Warener Gymnasium liegt die Beteiligung bei beiden Wahlgängen bei rund 70 Prozent. Die CDU verlor in der Müritzregion auch bei den Jugendwahlen und landete in Malchow (13 Prozent) und Waren (17 Prozent) auf dem dritten Platz. Bei den Landtagswahlen zog sie in Malchow mit der FDP gleich, in Waren wurde sie nach der FDP auf den dritten Platz gewählt. Große Überraschungen im Vergleich zur offiziellen Wahl gab es damit nicht, denn auch dort setzten die jüngeren Wähler ihr Kreuz bei der FDP und auch bei den Grünen. Im Gesamtergebnis landete die FDP in der Müritzregion jedoch auf dem fünften Platz hinter AfD, Linke und vor den Grünen.

 

 

Sozialkundelehrerin und Wahlleiterin Thea-Marie Haase ist mit der Wahlbeteiligung zufrieden. Sie hat mit ihren Schülern im Vorfeld das Thema Wahlen im Unterricht behandelt. Ihre Schüler fanden es wichtig, ihre Stimmen abzugeben und hoffen, dass es bald möglich sein wird, schon mit 16 statt mit 18 Jahren wählen zu dürfen, weil sie sich von älteren Wählern nicht richtig vertreten fühlen.

Mit der Juniorwahl soll politische Bildung an Schulen gestärkt werden. Das Projekt ist deutschlandweit das größte Schulprojekt und wird seit 1999 bundesweit zu allen Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen durchgeführt. Nach Auskunft der bundesweiten Initiative Juniorwahl belegen wissenschaftliche Untersuchungen, dass sich die Wahlbeteiligung der Erstwähler und auch die der beteiligten Eltern seitdem erhöht hat. Zudem sei die Wahlbereitschaft und das Wissen über die Kandidaten, vor allem bei nicht-gymnasialen Schulformen, deutlich gestiegen. Der Bundestag, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Bundeszentrale für politische Bildung sind Partner der Juniorwahl. Außerdem wird das Projekt in vielen Ländern durch Kultusministerien, Landtage und Landeszentralen für politische Bildung finanziert.

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