OFFIZIELLER SAISONSTART

Die Runde des Gästetickets "Müritz rundum" wird größer

Mit Müritz rundum können Urlauber in der Müritzregion seit Freitag wieder kostenlos Bus fahren. Doch auch für weitere Ziele gilt das. Und es ist mehr geplant.
Ingmar Nehls Ingmar Nehls
Das Band wird mit jedem Jahr länger und die Scheren werden langsam knapp, denn bei Müritz rundum steigen immer mehr Gemeinden und sogar Landkreise ein.
Das Band wird mit jedem Jahr länger und die Scheren werden langsam knapp, denn bei Müritz rundum steigen immer mehr Gemeinden und sogar Landkreise ein. Ingmar Nehls
Waren.

„Die Runde wird immer größer“, stellte Landrat Heiko Kärger beim feierlichen Saisonauftakt von Müritz rundum am Freitag an der Warener Steinmole zufrieden fest. Mit der Einführung des Mobilitätsangebots dürfen Touristen, die in Waren, Klink, Röbel und Rechlin Kurtaxe zahlen, ohne weitere Kosten mit den regionalen Bussen fahren. Auch wenn im ersten Jahr noch nicht alles rund lief bei Müritz rundum, werden die Kritiker leise, das Mobilitätsangebot nimmt Fahrt auf und wird ausgezeichnet.

Als Müritz rundum 2018 startete, verlief der Anfang etwas zäh und nur langsam stiegen die Zahlen bis zum August, wo 21 000 Gäste die Linien nutzten. Teilweise waren es 680 Nutzer pro Tag. „Wir müssen da noch mehr in die Werbung gehen“, sagte Kärger. Auch eine Königin kam am Freitag nach Waren, um das symbolische Band durchzuschneiden. Die 24-jährige Tanja Lezin ist Rosenkönigin und das Gesicht der Landesgartenschau in Wittstock, die am 18. April startet und bis zum 6. Oktober viele Besucher anlocken möchte. Am besten auch Urlauber von der Müritz, denn die können mit ihrer Gästekarte kostenlos zwischen Röbel und Wittstock mit dem Bus fahren.

Test entscheidet über weitere Zusammenarbeit

Auch die Fahrt in die Kreisstadt Neubrandenburg ist für Urlauber, zumindest im Probemonat Juli, nicht umsonst aber kostenlos. „Die Zahlen werden entscheiden, ob aus der Testphase eine längere Zusammenarbeit entsteht“, sagte Stadtsprecherin Anett Seidel. Der Tourismus bringt viel Geld nach Neubrandenburg. Jeder zehnte Euro, der in den Kassen des Einzelhandels in der Viertorestadt landet, stammt aus dem Geldbeutel eines Gastes.

Insgesamt bringt dies dem Neubrandenburger Einzelhandel jährlich einen Umsatz von 45 bis 50 Millionen Euro, wie Frank Renner, städtischer Fachbereichsleiter für Stadtplanung, Wirtschaft, Bauaufsicht und Kultur, kürzlich in einem Ausschuss informierte. Die Werbegemeinschaft Neubrandenburger Innenstadt bewertete den Test positiv. „Das ist ein Super-Signal für die Stadt“, sagte Geschäftsführer Michael Schröder dem Nordkurier.

Bert Balke vom Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte gab schon einen Ausblick, wo die Reise 2020 hingehen könnte. In Teterow steigt nämlich das 100. Rennen auf dem Bergring.

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