KONZERT

Die UHUs kommen mit Schmiss, Posaunen und Trompeten

Die Uhus sind die unter Hundertjährigen. Am Dienstag geben sie um 18 Uhr in der Nossentiner Kirche ein großes Konzert. Die Gruppe wurde von Landesposaunenwart Martin Huss ins Leben gerufen. Mit großem Erfolg. Sie schmetterten sogar beim Papst.
Helga Wagner Helga Wagner
Besuch beim Papst 2017: Elisabeth Mattern ist in der ersten Reihe die zweite von links.
Besuch beim Papst 2017: Elisabeth Mattern ist in der ersten Reihe die zweite von links. Gunnar Meiselbach
Die UHUs im Konzert. Elisabeth Mattern sitzt vorn ganz links neben Lia Müller, die bis 2014 Pastorin in der Kirchengemein
Die UHUs im Konzert. Elisabeth Mattern sitzt vorn ganz links neben Lia Müller, die bis 2014 Pastorin in der Kirchengemeinde Grüssow-Satow war. privat
Nossentin.

Anderthalb Tausend Jahre kommen da schon zusammen, wenn die UHUs zum großen Blaskonzert in der Dorfkirche Nossentin anheben. Am Dienstag, dem 19. November 2019, um 18 Uhr, ist es soweit. 25 engagierte unter Hundertjährige werden in die Posaunen, Trompeten, Wald- und Tenorhörnern und die Euphonien schmettern und die Tuba blasen. Mit seinen 86 Jahren hat da Herbert Spee keine Not.

Weite Anreisen

Sie kommen aus ganz Mecklenburg, sind meist über hundert Kilometer gefahren, um in Nossentin und am nächsten Tag um 11 Uhr in Alt Schwerin kräftig aufzuspielen. Von wegen nur traurige Kirchenlieder?! Elisabeth Mattern widerspricht da energisch. Die 69-Jährige ist von Anfang an dabei. Sie weiß, besonders bei der „Freude“, einer symphonischen Suite, jubiliert es, und die Zuhörer seien sehr berührt.

Verantwortung für 1300 Bläser

Aber das Repertoire ist größer, reicht von der Renaissance bis in die Gegenwart. Sie blasen auch Swing, Pop oder südamerikanische Rhythmen. Landesposaunenwart Martin Huss betreut sie. Insgesamt aber trägt der 59-Jährige im Land für 1300 Bläser in 109 Posaunenchören Verantwortung.

Viel unterwegs

Im Jahr 2000 hat er die besondere Gruppe der über 55-Jährigen ins Leben gerufen. Die Senioren sollten ähnlich wie die Jugendlichen auch in einer eigenen Bläsergruppe musizieren können. Ihren Namen leiteten sie von „Unter HUndertjährigen“ ab. Das Konzept von Martin Huss ging auf. Mit Leidenschaft sind die UHUs seit Anfang an dabei. Und fast immer auf Reisen im In- und auch im Ausland.

Audienz beim Papst

Vor zwei Jahren waren sie mit anderen Blechbläsern aus Mecklenburg sogar beim Papst in Rom „Salutatio ad Papam“ schmetterte es da über den Petersplatz. – Eigens für die Generalaudienz mit Pabst Franziskus hatte Claudia Huss eine Fanfare komponiert, die als „Papsttusch“ in die Annalen einging. Ihr in Argentinien geborene Ehemann Martin Huss ließ dem Argentinier, Pabst Franziskus, die Noten zukommen.

Jubiläum steht an

Nächstes Jahr, zu ihrem 20 jährigen Bestehen, werden die UHUs eine lange Donaufahrt machen. Gibt’s da den Donauwellen-Walzer? Was Martin Huss auswählen wird, stehe noch nicht fest. Da wolle man sich nicht festlegen, sagt Elisabeth Mattern.

 

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