Vorsicht, Betrüger unterwegs

Mieser Trick mit Krankenkasse

Die Polizei in Waren warnt vor Betrügern: Die Täter stellen sich als Außendienstmitarbeiter „Ihrer Krankenkasse“ vor, um in puncto Patientenverfügung Termine für Hausbesuche zu vereinbaren.
Üble Masche per Telefon: Betrüger versuchen, als angebliche Mitarbeiter der Krankenkasse mit Senioren einen Termin zu vereinbaren. Die Polizei rät, niemanden in die Wohnung zu lassen, den man nicht kennt.
Üble Masche per Telefon: Betrüger versuchen, als angebliche Mitarbeiter der Krankenkasse mit Senioren einen Termin zu vereinbaren. Die Polizei rät, niemanden in die Wohnung zu lassen, den man nicht kennt. Jan-Philipp Strobel
Waren

Große Aufregung unter einigen Senioren in Waren. Wie der Nordkurier erfuhr, haben ganz offensichtliche Betrüger dieser Tage versucht, mit einer ganz üblen Masche Rentner übers Ohr zu hauen. Unbekannte Männer riefen übers Telefon an, stellten sich als Außendienstmitarbeiter „Ihrer Krankenkasse“ vor, um in puncto Patientenverfügung Termine für Hausbesuche zu vereinbaren. Auf energisches Drängen der Anrufer ist es in zwei Fällen tatsächlich so weit gekommen, dass bereits Datum und Uhrzeit festgemacht wurden. Aber – die vermeintlichen Außendienstmitarbeiter haben nicht mit dem gesunden Misstrauen der Warener Senioren gerechnet. „Die Angerufenen fragten bei uns nach“, so die Sprecherin der Innungskrankenkasse Nord (IKK), Marina Dodt.

Auf keinen Fall Termine vereinbaren

Und so platzte die fiese Masche. Denn die Krankenkasse konnte ihren Mitgliedern versichern, dass keiner ihrer Mitarbeiter wegen Beratungen zu Patientenverfügungen in Waren und Umgebung unterwegs ist. „Im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufklärungspflicht informiert und berät die IKK Nord auch zur Patienten- und Betreuungsverfügung sowie zur Vorsorgevollmacht, allerdings nur nach vorheriger Anfrage durch den Versicherten“, erklärte die Kassen-Sprecherin weiter. „Sollten weitere Fälle mit dem falschen Außendienstmitarbeiter auftreten, werden die Betroffenen gebeten, sich bei ihrer Krankenkasse zu melden.“ Auf keinen Fall sollten Termine vereinbart oder die Betrüger in die Wohnung gelassen werden.

Vorgehensweise immer dreister

Wer sich im Falle eines Falles vergewissern will, macht immer alles ganz richtig, heißt es bei der Polizei. Die Ordnungshüter warnen, dass die Vorgehensweisen von Betrügern immer dreister werden. Niemals Fremden, die als „Vertrauenspersonen“ angeblicher Verwandter kommen, Bargeld aushändigen. Bei Anrufen von „Verwandten“ in finanzieller Notlage unter deren bekannter – nicht der vom Anrufer angegebenen – Telefonnummer zurückrufen und den Sachverhalt zu klären versuchen. Bei allen unklaren „Verhältnissen“ sollte sofort die Polizei benachrichtigt werden.

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