Kommunalwahlen
Diese CDU-Männer kandidieren nicht mehr

Nicht nur Jürgen Seidel verabschiedet sich. Auch Andreas Handy und Matthias Kumpf verzichten auf eine weitere Kandidatur.
Nicht nur Jürgen Seidel verabschiedet sich. Auch Andreas Handy und Matthias Kumpf verzichten auf eine weitere Kandidatur.
dpa-Zentralbild

Die Warener CDU will bei den Kommunalwahlen wieder stärkste Kraft werden. Gleichzeitig ist ein personeller Umbruch zu meistern. Denn nicht nur altgediente Stadtpolitiker verlassen das Schiff. Dennoch ist der Ortschef zuversichtlich.

Das Ziel ist klar formuliert: Die Warener Christdemokraten wollen auch nach der Kommunalwahl die stärkste Fraktion in der Stadtvertretung bleiben und am liebsten die aktuell neun Sitze behalten. Mit wem sie in den Wahlkampf ziehen, ist seit der Mitgliederversammlung am Mittwochabend auch klar.

Ganz vorne auf der Liste gibt es keine Überraschungen: Stadtpräsident René Drühl, Ortsvorsitzender Christian Holz, Fraktionsvorsitzender Ralf Spohr, Stadtvertreter Sven Breuer. Auch Henning Muske, der als sachkundiger Einwohner im Finanzausschuss tätig war, tritt in die erste Reihe. Bestätigt hat sich nun auch das Gerücht, dass Stadtvertreter Matthias Kumpf nicht mehr kandidiert. „Das bedeutet aber nicht, dass sich Matthias Kumpf komplett aus der Warener Stadtpolitik verabschiedet. Er wird sich vielleicht als sachkundiger Einwohner in einem Fachausschuss einbringen“, sagte Christian Holz.

Mehrere "Austeiger"

Schon im Vorfeld war durchgedrungen, dass Jürgen Seidel, Wolfgang Kerber, Andreas Handy und Günther Hoffmann, die über Jahrzehnte die Geschicke des Heilbads mitgelenkt haben, nicht mehr für die Stadtvertretung kandidieren. Die CDU muss sich erneuern und hoffen, dass die Neuen stark einschlagen und die Stammwähler der CDU die Treue halten. Denn bei der Stadtvertreterwahl 2014 bekam Jürgen Seidel 1849 Stimmen, Wolfgang Kerber 419, Günther Hoffmann 275, Andreas Handy 338 Stimmen. Auch Axel Müller, der 2014 bei den Wahlen noch dabei war und 743 Stimmen erhielt, konnte durch sein Bürgermeisteramt in Malchin nicht mehr in der Warener Politik mitmischen. Das ergibt in der Summe 3624 Stimmen, die nun durch andere geholt werden müssen. Mehr als die Hälfte von dem, was die CDU mit 6207 Stimmen insgesamt einfahren konnte.

Junge Gesichter

Christian Holz, der sich seit 20 Jahren in der Kommunalpolitik engagiert, hat mit Mandy Cordt und Jörn Gotzsch zwei Warener gefunden, die bereits in den Fachausschüssen mitarbeiten und dem Stadtvorstand angehören. Mit Eric Klein und Phillip Berkefeld stoßen auch zwei ganz junge Kandidaten dazu, die Gesichter der Zukunft sein könnten. Allerdings ließ sich Christian Holz nicht in die Karten gucken, wer noch zu den 15 Kandidaten gehört. Möglich, dass er demnächst ein Ass aus dem Ärmel schüttelt.

„Waren hat sich sehr positiv entwickelt, nichtsdestotrotz gibt es noch viel zu tun“, sagte Christian Holz. Themen wie bezahlbarer Wohnraum, Schulen, Lärmaktionsplan, Digitalisierung, Schwimmhalle, Aktivierung der Südbahn, Parkmöglichkeiten oder Schaffung von Arbeitsplätzen seien von den Mitgliedern lebhaft und im breiten Rahmen diskutiert worden.