GROßE LIEBE IN SCHWEREN ZEITEN

Dieser Mann möchte seiner Frau einfach mal richtig Danke sagen!

In guten wie in schlechten Zeiten: Weil seine Ehefrau immer für die Familie da ist, hat Sebastian Wolnik eine besondere Überraschung.
Im August und September 2018 nahm das Ehepaar zusammen Elternzeit und machte mit ihrer Tochter Resa eine Rundreise unter anderem durch Kroation und Slowenien.
Im August und September 2018 nahm das Ehepaar zusammen Elternzeit und machte mit ihrer Tochter Resa eine Rundreise unter anderem durch Kroation und Slowenien. privat
Waren.

Einfach nur Danke sagen, möchte Sebastian Wolnik. Aber nicht bei irgendwem, sondern bei seiner Ehefrau Maja. Die beiden haben gerade ihren dritten Hochzeitstag gefeiert – und in den vergangenen Monaten ganz schön viel gemeinsam durchgestanden.

Dabei schien das Glück perfekt, als sich Maja und Sebastian am 24. Juni 2017 das Ja-Wort gaben. Maja war mit der ersten Tochter Resa schwanger, die im November geboren wurde. Ein Jahr später zogen dunkle Wolken über dem Familienglück auf: Plötzlich ging es der kleinen Resa nicht mehr so gut. Erst hatte sie eine Schwellung am Oberschenkel, ein paar Wochen später eine weitere hinter dem Ohr. „Die wurde innerhalb kürzester Zeit schnell größer“, sagte Wolnik, der viele Jahre bei der Bundeswehr als Sanitäter arbeitete.

Tochter Resa leidet an einer Blutkrankheit

Anfang Januar 2019 musste die ein Jahr alte Resa ins Rostocker Krankenhaus und operiert werden. Bei der Krankheit handelt es sich um die Langerhans-Zell-Hystiozytose, eine Blutkrankheit, die bei Kindern häufig auftrete. Die Folge: Die Kleine musste zwölf Wochen lang eine Chemotherapie und danach eine sogenannte Erhaltungstherapie über sich ergehen lassen. Damit die Lütte im Rostocker Krankenhaus nicht alleine war, organisierte das Paar Urlaube und freie Tage so, dass immer einer der beiden bei der Kleinen war.

Viel Familienleben war in dieser Zeit nicht drin. „Sie hat das Gehen im Krankenhaus gelernt“, erzählt der Vater, und die Tränen steigen ihm dabei in die Augen. Während der Erhaltungstherapie passte die Oma auf Resa auf, die wegen ihres geschwächten Immunsystems nicht in die Kita konnte. Therapie und Vorsichtsmaßnahmen zeigten ihre Wirkung: Anfang 2020 war Resa gesund.

Bald bekommen die beiden ihr zweites Kind

Aber die Freude währte nur kurz: Im März wurde der Hypophysen-Stamm im Gehirn mit den Langerhans-Zellen befallen, und Resa musste erneut eine Chemotherapie über sich ergehen lassen. Die vertrage sie ganz gut, so der Papa. „Morgen beginnt der vorletzte Zyklus“, sagt der 32-Jährige erleichtert.

Seine Frau sei in all der Zeit ein starker Anker und stets sehr besonnen gewesen. „Sie hat niemals genörgelt und nichts war ihr zu viel“, sagt der Warener stolz. Maja sei sein Lichtblick in einer dunklen Zeit gewesen. Vergangenes Jahr habe sie vieles alleine bewerkstelligt und ihm damit den Rücken frei gehalten, damit er eine wichtige berufliche Weiterbildung absolvieren konnte.

Zwischen Maja und Sebastian hatte es im September 2013 sofort gefunkt, wie er erzählt. Damals war er noch bei der Bundeswehr in Torgelow stationiert und sie mit ihrem Medizinstudium in Leipzig beschäftigt. Dennoch sahen sich die beiden regelmäßig – bis sie heiraten würden, war es nur eine Frage der Zeit. Getraut haben sie sich schließlich vier Jahre nach ihrem Kennenlernen. Trotz der gesundheitlichen Einschränkungen ihrer Tochter gibt für die kleine Familie bald ein weiteres freudiges Ereignis. „Ende September soll unser zweites Kind zur Welt kommen“, sagt Sebastian Wolnik – und strahlt.

 

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