UNKLARER BAUBEGINN

Dieses Hotel kann nun in Klink gebaut werden

Am 28. September 2017 ist das ehemalige Müritz-Hotel gesprengt worden. Ein Spatenstich für einen Hotel-Neubau wurde immer wieder verschoben. Nun aber gibt es ein Okay vom Kreis für den Bau. Neben aller Freude stellt das Klink auch vor Herausforderungen.
So soll das geplante Hotel am Müritzufer in Klink einmal aussehen. Es soll über einen Außenpool verfügen.
So soll das geplante Hotel am Müritzufer in Klink einmal aussehen. Es soll über einen Außenpool verfügen. Avila Management & Consulting AG
Das Müritz-Hotel bei der Sprengung am 28. September 2017. Es zählte zu den bekanntesten Hotels in Ostdeutschland.
Das Müritz-Hotel bei der Sprengung am 28. September 2017. Es zählte zu den bekanntesten Hotels in Ostdeutschland. Jens Büttner
Klink.

Nach zahlreichen Verzögerungen beim Neubau eines Hotels am Klinker Müritzufer kann es nun an die Umsetzung des 60 Millionen teuren Projektes gehen. Schließlich liegt seit Ende September – zwei Jahre, nachdem das einstige Müritz-Hotel am 28. September 2017 gesprengt wurde – die Baugenehmigung des Kreises vor. Das teilt Kreissprecherin Haidrun Pergande mit.

Eröffnung verschoben

„Nach Begleichen der Gebühren wird die Genehmigung übergeben“, verweist Pergande auf noch zu zahlende Bearbeitungsgebühren. Rund drei Jahre später als vorgesehen könnte das Hotel nun fertiggestellt sein. War die eigentliche Eröffnung anfangs für den Juni 2020 vorgesehen, wurde das Datum nun noch einmal korrigiert – auf das Frühjahr 2023. Noch im Sommer hoffte Investor Douglas Fernando, Geschäftsführer der Avila Projektmanagement GmbH in Berlin, mit dem Hotelbetrieb bereits 2022 starten zu können.

Apropos Start: Trotz Baugenehmigung wird sich der Baubeginn auch noch weiter nach hinten verlagern. Der sollte eigentlich noch in diesem Jahr stattfinden. „Momentan sieht es so aus, dass wir mit dem Bau nicht vor Mitte nächsten Jahres beginnen werden“, sagt der Presseverantwortliche Thorsten Eckert von der Avila Management & Consulting AG. Grund dafür sei der Partner, den sich die Avila zum Betreiben des künftigen siebengeschossigen Hotels mit 248 Zimmern an die Seite geholt habe. Nach Absprachen mit dem potenziellen Betreiber müssten noch Umplanungen vorgenommen werden, so Eckert.

Hoffnung auf Entwicklung des Tourismus im Ort

Immer wieder verzögerte sich jedoch der Baubeginn für den Neubau, u.a. weil ein Bauantrag bei der Unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises und auch das Bebauungsplanverfahren der Gemeinde als Voraussetzung für eine Baugenehmigung noch nicht abgeschlossen waren. Der Hotelbetreiber (über dessen Namen öffentlich noch Stillschweigen gewahrt wird) hat schon erste Forderungen gestellt. Eine davon: Mit Start des Hotelbetriebes sollen zeitgleich Personalwohnungen für die knapp 200 Angestellten zur Verfügung stehen – und nicht erst gebaut werden.

Ohnehin werde es für das Personal auf dem Gelände eng. Denn derzeit läge eine Genehmigung für 90 Personalwohnungen und einige Ärztewohnungen auf dem Gelände am Müritzufer vor. Die müssten aber sowohl unter den Hotelmitarbeitern als auch unter Mitarbeitern der Müritz-Klinik (auch sie wird von der Avila-Gruppe betrieben) aufgeteilt werden.

Mehr Geld für Marketing

Klinks Ortschefin, Jana Böckmann (UBK), kennt die Situation für Arbeitskräfte, die im Ort verzweifelt und meist ergebnislos eine Wohnung finden wollen. „Wir sind aber schon dran“, sagt sie und verweist auf ein künftiges Wohngebiet, das in Klink in Richtung des Ortsteiles Grabenitz geplant werden soll. Kommt das Hotel, bringe das auch die angestrebte touristische Entwicklung des Ortes maßgeblich voran, findet Böckmann. „Wir müssen jetzt auch mehr Geld für das Marketing unseres Ortes in die Hand nehmen, denn das kam in den letzten Jahren zu kurz“, kündigt die Bürgermeisterin an.

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