ERSTE SCHLIEßUNG IN DER SEENPLATTE

Dreijähriges Kind mit Corona infiziert – Warener Kita dicht

Vergangene Woche muss die Warener Kita „Am Tiefwarensee” ihre Notfallbetreuung einstellen. Durch den Kontakt zu einem infizierten Kind muss die Kita schließen.
Bislang traten weder beim Personal noch bei den betreuten Kinder Corona spezifische Symptome auf.
Bislang traten weder beim Personal noch bei den betreuten Kinder Corona spezifische Symptome auf. Monika Skolimowska
Waren.

Ein Kindergartenkind, das die Warener Kita am Tiefwarensee besuchte, infizierte sich vergangene Woche nachweislich mit dem Coronavirus. Laut Kreis-Sprecherin Haidrun Pergande wurde die gesamte Einrichtung aufgrund dessen unverzüglich geschlossen. Damit ist die Warener Einrichtung die erste Kita, die aufgrund der Pandemie in der gesamten Seenplatte geschlossen werden musste.

René Boldt, Regionalleiter MV beim Jugend- und Sozialwerk (JuS), dem Kita-Träger, erklärt auf Nachfrage des Nordkurier, dass die Kita voraussichtlich am 7. Mai wieder öffnen wird. Das an Corona erkrankte dreijährige Kind besuchte laut Boldt bis einschließlich Mittwoch letzter Woche die Kita.

Abend und nachts bekam es zu Hause Fieber. Ein Test am Donnerstag ergab, dass das Kindergartenkind an der Atemwegskrankheit leidet. Noch am Wochenende trafen Träger und Kitaleitung zusammen mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Maßnahmen, damit es nicht noch zu weiteren Fällen kommt. Einem Sprecher des Sozialministeriums zufolge hat sich das Kind nicht in der Kita infiziert. Ein Familienmitglied sei im medizinischen Bereich tätig und habe das Kind angesteckt.

Keine Corona-Symptome bei Kontaktpersonen

Eine Schließung der Kita war unvermeidlich, da de facto das gesamte Personal – acht Pädagogen und zwei technische Kräfte – in Kontakt zu dem Kind standen. Genauso wie auch die übrigen sieben Kinder, um die sich die Erzieher im Rahmen der Notbetreuung täglich kümmerten.

Dem infizierten Kind geht es laut René Boldt gut. Das Fieber sei abgeklungen und bislang hätten sich auch keine Folgesymptome gezeigt. Laut René Boldt würden sich auch bei allen anderen Kontaktpersonen, die sich seit vergangener Woche in häuslicher Quarantäne befinden, keine Corona-Symptome zeigen.

Treten Symptome auf, würde jeder umgehend auf die Atemwegskrankheit getestet. Ohne Indizien auf eine Infektion werde kurz vor Ende der Quarantäne-Zeit bei jedem ein Test durchgeführt. Fiele dieser Test negativ aus, stünde der Wiederaufnahme der Kita-Betreuung ab 7. Mai nichts mehr im Wege, hofft Boldt. In der Zeit, in der der Betrieb nun ruht, erfolge eine spezielle Reinigung der Räumlichkeiten, in denen normalerweise insgesamt 42 Knirpse umsorgt werden.

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Kommentare (1)

...haben sich sicherlich keine weiteren Menschen angesteckt. Die ErzieherInnen waren hinter ihrem Plexiglas und entsprechender Schutzkleidung mit Sicherheit ausreichend geschützt. Oder...ach ne...irgendwas verwechsle ich hier gerade. Ähm...ist ja egal. Solange wir klatschen, ist das Fachpersonal in diesen Einrichtungen ja sowieso immun.