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Ein Gift-Cocktail ließ die Buchen sterben

So sehen die Löcher in den Buchen aus, in die das Gift gefüllt worden ist.
So sehen die Löcher in den Buchen aus, in die das Gift gefüllt worden ist.
N. Schuldt

Wer hat den Giftanschlag auf die 25 Bäume begangen? Der Fall bleibt mysteriös. Die Täter sind noch nicht ermittelt. Und um welche Flüssigkeit es sich handelt, will die Polizei auch nicht sagen.

Im Fall der beschädigten Buchen bei Bocksee konnte die Polizei trotz wochenlanger Recherche noch nicht viel Licht ins Dunkel bringen. „Nach jetzigem Stand haben die Ermittlungen zu keinem Tatverdächtigen geführt“, sagt Diana Mehlberg, Sprecherin bei der Polizeiinspektion Neubrandenburg. Allerdings konnte durch das Gutachten, das Aufschluss über die schädliche Flüssigkeit bringen sollte, bewiesen werden, dass es sich um eine Straftat handelt, die bewusst von Menschen herbeigeführt wurde.

Genaue Angaben über den Gift-Cocktail lässt sich die Polizei nach wie vor nicht entlocken. Nur so viel: „Es handelt sich um ein Gemisch, das giftig für Wasserlebewesen ist sowie als gesundheitsgefährdend und umweltschädigend eingestuft wird.“

Buchen starben sofort ab

Mitte August hatte ein Revierförster bei Bocksee entdeckt, dass 25 Buchen im Waldgebiet hinter den Feldern des Betriebes Saatzucht Steinach angebohrt und mit einer schädlichen Flüssigkeit befüllt worden waren. Die Folgen sind verheerend: Die Buchen verloren mitten im Sommer ihre Blätter, die meisten sind tot. Allerdings müssen die Bäume derzeit nicht gefällt werden, so die Polizeisprecherin.

Diana Mehlberg betont, dass die Ermittlungen nach wie vor nicht abgeschlossen seien. Der Bericht werde demnächst der Staatsanwaltschaft übergeben. Die sei dann Herrin des Verfahrens und entscheide, wie weiter verfahren wird.

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