Aktion in der Müritzer Region

Ein Traumschüff mit viel Theater

Wasser, Sonne und Unterhaltung: Das bietet das „Traumschüff”. Die Crew hat mehrere Stücke in petto. In Malchow dreht sich alles um das Weltall.
Nadine Schuldt Nadine Schuldt
Rund 150 Besucher wollten sich das Schauspiel der Traumschüff-Crew nicht entgehen lassen.
Rund 150 Besucher wollten sich das Schauspiel der Traumschüff-Crew nicht entgehen lassen. Nadine Schuldt
Wie soll nur mit dem unliebsamen Biber umgegangen werden? Bei Bauer Thomas alias Peer Martiny wird erst einmal beratschlagt und alle Argumente ausgetauscht.
Wie soll nur mit dem unliebsamen Biber umgegangen werden? Bei Bauer Thomas alias Peer Martiny wird erst einmal beratschlagt und alle Argumente ausgetauscht. Nadine Schuldt
Kati alias Johanna Paliege versucht Uwe alias Thomas M. Wiesenberg am Abschuss des Bibers zu hindern.
Kati alias Johanna Paliege versucht Uwe alias Thomas M. Wiesenberg am Abschuss des Bibers zu hindern. Nadine Schuldt
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Waren.

In Malchow legt am Pfingstmontag das „Traumschüff” an. Allerdings ist damit nicht das TV-Kreuzfahrtschiff, sondern ein als Theaterbühne genutzter Katamaran gemeint. Dessen Crew gibt das Stück „Planet Acasio” zum Besten. Darin bricht sie mit dem „Raumschüff” in die unendlichen Weiten des Weltalls auf, um herauszufinden, ob dort fremde Wesen leben. Wer diese waghalsige und zugleich lustige Reise nicht verpassen will, sollte um 16 Uhr am Liegeplatz in der Langen Straße 14 sein.

Dass das Schauspiel der „Traumschüff-Crew” ankommt, bewies die Resonanz im Warener Stadthafen. Dort führten die meist aus Berlin stammenden Schauspieler das Stück „Bibergeil” auf. Das Stück, dass das Für und Wider des Naturschutzes anhand eines Bibers und seinem möglicherweise schädlichem Wirken für einen Landwirt in einer charmanten Geschichte erörtert, zog rund 150 Besucher an. „Es war sehr unterhaltsam und hat viele Probleme angesprochen”, sagte Zuschauer Horst Skirde. So sei auf lockere Art und Weise gezeigt worden, dass der Naturschutz nicht von allen Leuten positiv bewertet werde, erläutert Skirde. Cornelia Runge, Leiterin der Warener Tourist-Information findet, dass das Stück mit seinem Landwirtschaft-Naturschutz-Konflikt sehr gut in die die hiesige Gegend passe.

Für Traumschüff-Musiker Friedrich Bassarak werde das Stück von Tag zu Tag aktueller. „Es hat durch die aktuellen klimapolitischen Debatten unglaublich an Brisanz zugenommen”, sagte Bassarak. Am Beispiel des Bibers könne man überlegen, wie man das Verhältnis von Mensch und Natur am Besten ins Gleichgewicht bringe, so der 30-Jährige. Die Traumschüff-Crew führt das Stück „Bibergeil” am Freitag auch in Röbel an der Wasserseite des Hauses des Gastes auf. Auch das Traumschüff, das über eine Crowdfundig-Aktion auf betterplace.org finanziert wird, verfolgt den Ökologie-Gedanken. „Wir haben Solarzellen auf dem Dach”, sagt Bassarak zu einer Energiequelle. Anliegen des Traumschüffes sei es jedoch, Theater in Regionen zu bringen, die kein Theater haben oder sich kein Theater leisten können, so Pressesprecherin Sophia Sorge. Innerhalb von vier Monaten werden sie an 23 Orten spielen und dabei für auch über Elbe und Havel segeln.

Das Theaterschiff, das Mittwoch auch Göhren-Lebbin und am Sonntag Rechlin ansteuert, wurde von der Städte-Kooperation „Müritz-Plus” gebucht. „Es gilt die Maxime, dass man auf dem Wasser alles machen kann, sogar Theater spielen”, erklärte Cornelia Runge von der Tourist-Information. Sie könne sich gut vorstellen, dass das Traumschüff wieder in Waren anlegen könnte.