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Ein Wunderkreis – was ist denn das?

Die Schüler Lourin Herrmann, Angelique Meinke, Emely Feldhacke (hockend von links), Giovanni Licht, Theresa Ninnemann und Timo Arendt (stehend von links) halfen beim Bau des Wunderkreises in Malchow.[KT_CREDIT] FOTOs (2): O. Spitza

VonOliver SpitzaEndspurt bei den Bauarbeiten im Malchower Labyrinthpark. Grundschüler legen aus Feldsteinen einen Wunderkreis an. Was es mit diesem ...

VonOliver Spitza

Endspurt bei den Bauarbeiten im Malchower Labyrinthpark. Grundschüler legen aus Feldsteinen einen Wunderkreis an. Was es mit diesem Rasenlabyrinth auf sich hat, können die Schüler ganz genau erklären.

Malchow.„Sök dien Weg…“, suche deinen Weg, steht groß am Speichercafé. Was in diesem Fall aber nicht reichen wird, denn man muss seinen Weg auch finden. Sonst irrt man lange durch den großen Irrgarten. Bei den verschiedenen Labyrinthen ist es einfacher. Da führt nur ein Weg ans Ziel – aber auch er muss erst einmal gegangen werden. Am kommenden Sonntag, um 10 Uhr öffnet der Malchower Labyrinthpark. Bereits morgen, Donnerstag, gibt Liedermacher Gerhard Schöne hier zwei Konzerte. Am Freitag führt Gernot Dandolini aus Innsbruck die Besucher der Andacht und des Vortragsabends ab 18 Uhr in die jahrtausendealte Welt der Labyrinthe ein. Doch bis dahin ist noch das ein oder andere auf dem ein Hektar großen Areal an der B 109 zwischen Pasewalk und Prenzlau zu tun. Pfarrer Thomas Dietz, Bauleiter Gerd Kohli und die vielen Helfer und Firmen sind im Endspurt. Und sie bekamen tatkräftige Hilfe von Göritzer Grundschülern. Gemeinsam legten sie aus Feldsteinen den Wunderkreis an. Dieses Rasenlabyrinth war vor über 400 Jahren von einem Schulleiter auf dem Eberswalder Hausberg angelegt worden. Der Wunderkreis diente zum Vergnügen und sportlichen Wettstreit der Schüler, denn zwei Personen können parallel über zwei Eingänge bis zum Mittelpunkt und zurück laufen. „Wir wollen diese Tradition fortsetzen und haben deshalb den Wunderkreis mit in unseren Labyrinthpark aufgenommen“, hieß es. 800000 Euro hat die Anlage gekostet, das Geld ist gut angelegt. Denn wer vor Augen hat, wie verwildert das Areal noch vor drei Jahren aussah, wird staunen. „Großartig, was hier geleistet wurde“, lobte auch Heinrich Kanstein, von 1992 bis 1998 Superintendent im Kirchenkreis Prenzlau. Der 79-Jährige wird morgen nach Malchow kommen.