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Eine kuriose Weihnachts-Überraschung

Heimlich hatten sich die jungen Mütter in der Schule getroffen – zum Weihnachts-Überraschungsfoto. Die Fünf sind Lehrerinnen beziehungsweise Schulsozialarbeiterin.
Heimlich hatten sich die jungen Mütter in der Schule getroffen – zum Weihnachts-Überraschungsfoto. Die Fünf sind Lehrerinnen beziehungsweise Schulsozialarbeiterin.
Simone Pagenkopf

Sieht fast so aus, als könnte die Fleesenseeschule um eine Krabbelgruppe wachsen. Fünf süße Neuankömmlinge gehören nämlich dazu. Aber erst einmal wollen nur die Mütter zurück in die Klassenräume. Warum eigentlich?

Da guckte Norbert Lau nicht schlecht. Als Leiter der Fleesenseeschule in Malchow ist er ja eigentlich Kinder- und Jugend-erprobt. Immerhin hat er mehr als 600 Schüler um sich. Aber die sind halt doch ein gutes Stück älter als jene Knirpse, die ihn jetzt vom Foto angucken: Jonte, Fjolla, Anna Sophia, Elina und Bruno. Der Älteste sieben Monate, der Jüngste gerade mal zwei Monate jung.

Nein, eine Krabbelgruppe soll die Schule nicht bekommen. Das Bild der Fünf war vielmehr ein besonderes Weihnachtsgeschenk für den „Schul-Opa“. „Weil er so gelitten hat“, bemerkt Margit Schimmel schmunzelnd. Gemeinsam mit Simona Bargel managt sie das Sekretariat der Fleesenseeschule und erinnert sich gut, als die Mütter der Lütten eine nach der anderen eine Baby-Pause anmeldeten. Vier Lehrerinnen und die Schulsozialarbeiterin. Das ist für den laufenden Schulbetrieb so leicht auch nicht zu verkraften.

Endlich wieder Lehrer-Nachwuchs

Und an der Fleesenseeschule atmete man ja auch auf. „Malchow durfte jahrelang keine Lehrer einstellen, es gab nur Gastlehrer“, weiß Margit Schimmel. Es war dann schon etwas Besonderes, als im September 2012 nach Jahren mal wieder eine Lehrerin ein Kind bekam. Und nun gibt es sogar fünffachen Nachwuchs. Gesund und munter.

Jetzt darf es ja auch verraten werden: Die Idee für das Weihnachts-Geschenk-Foto hatten Margit Schimmel und Simona Bargel. Die jungen Mütter und ihre Kinder mussten sie nicht lange bitten. Die kamen gern zum heimlichen Foto-Treff in die Schule, in die sie ohnehin nach der Babypause alle gern zurück wollen.