KANDIDATENLISTE KOMPLETT

Einer aus fünf: Wer wird Warens neuer Bürgermeister?

Bis Dienstagnachmittag konnten Kandidaten für die Bürgermeisterwahl ihre Unterlagen abgeben. Der Amtsinhaber bekommt es am 13. September mit vier Herausforderern zu tun.
Wer wird Warens neuer Bürgermeister?
Wer wird Warens neuer Bürgermeister? Jens Büttner
Norbert Möller (SPD)
Norbert Möller (SPD) Ingmar Nehls
Toralf Schnur (FDP)
Toralf Schnur (FDP) Ingmar Nehls
Christian Holz (CDU)
Christian Holz (CDU) Ingmar Nehls
Thomas Splitt (parteilos)
Thomas Splitt (parteilos) Ingmar Nehls
Jörg Krüger (parteilos)
Jörg Krüger (parteilos) privat
Waren.

Der Warener Bürgermeister ist ein Sozialdemokrat. Diese Gesetzmäßigkeit gilt nun schon 30 Jahre lang im Heilbad. Ob Waren weiter fest in SPD-Hand bleibt, oder die Zeit für einen Wechsel gekommen ist, zeigt sich bei der Wahl am 13. September. Da wird es der 61-jährige Amtsinhaber und SPD-Kandidat Norbert Möller gleich mit vier Herausforderern zu tun bekommen. Das steht seit Dienstagnachmittag fest. Denn am letzten Junitag um 16 Uhr lief die Frist ab, um die Unterlagen bei der Gemeindewahlleiterin abzugeben.

Norbert Möller ist seit 1993 SPD-Mitglied, war 20 Jahre Stadtvertreter, von 2009 bis 2013 Präsident der Stadtvertretung und bis vor einem Jahr auch Mitglied im Kreistag. Bei der letzten Wahl im August 2013 legte der ehemalige Grundschulleiter mit 56,5 Prozent einen Start-Ziel-Sieg hin und ließ die Konkurrenten Axel Müller (CDU) und Ingo Warnke (MUG) weit hinter sich.

Auch Toralf Schnur (FDP) war mit nur 4,9 Prozent der Stimmen chancenlos. Nach sieben Jahren zeigt der Trend bei dem 45-jährigen Selbständigen, der von 2006 bis 2011 für die FDP im Landtag saß, aber nach oben. Mit 1744 Stimmen war der FDP-Kreisvorsitzende hinter Nadine Julitz (SPD) und Rüdiger Prehn (Die Linke) der drittbeste Stimmenzieher bei den Kommunalwahlen im vergangenen Jahr und hat als Vorsitzender der Fraktion FDP/MUG genau so viele Sitze wie die CDU.

Linke, Grüne und AfD ohne eigenen Kandidaten

Die geht mit Christian Holz ins Rennen. Der 45-jährige Sparkassenangestellte bringt viel Erfahrung mit. Seit 1999 engagiert er sich in der Kommunalpolitik, seit Januar 2018 ist er Vorsitzender des Stadtverbands und auch Mitglied des Kreisvorstands.

Bühnenerfahrung hat der singende Hausmeister Thomas Splitt. Doch vom politischen Parkett hat sich der Mann aus Klink bisher ferngehalten. Das könnte sich nun ändern. Denn seine Kandidatur soll kein Statement sein. Der 52-jährige Außenseiter, der einen Hausmeisterservice leitet, glaubt an einen Sieg.

Mit Vollgas ins Rathaus will der parteilose Einzelbewerber Jörg Krüger einziehen. Seine Kandidatur war eine echte Überraschung. Der 48-Jährige arbeitet als Betonpumpen-Maschinist. Anfang der 2000-er Jahre betrieb er ein Fitnessstudio in Waren und war dann sieben Jahre in der Fremdenlegion.

Keinen eigenen Kandidaten haben die Fraktionen Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und die AfD. Möglicherweise werden sie aber eine Empfehlung für einen der fünf abgeben und damit den Ausgang mitbeeinflussen. Sollte keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang die Mehrheit bekommen, gibt es am 27. September eine Stichwahl.

Zur Wahl sind rund 20.000 Wahlberechtigte aufgerufen. Waren ist seit 2012 das erste Heilbad an der Mecklenburgischen Seenplatte, und wegen der großen Nachfrage ist preiswerter Wohnraum bereits knapp. Hauptmagneten sind die sanierte Altstadt, der ausgebaute Stadthafen sowie die seenreiche Umgebung mit dem Müritz-Nationalpark.

Im Stadtparlament hat die CDU 6 Sitze, SPD und Linke je 5, FDP 4, Grüne und AfD je 3 und eine Bürgerinitiative 2 Sitze. Für Streit sorgte zuletzt unter anderem ein millionenschweres Hotel- und Tauchturmprojekt, das aber letztlich nicht zustande kam.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Waren

Kommende Events in Waren (Anzeige)

zur Homepage