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Einsamer Tod auf der Parkbank

Nur wenige Schritte von der Kirchenstraße in Malchow fanden Passanten den Toten auf einer Parkbank.
Nur wenige Schritte von der Kirchenstraße in Malchow fanden Passanten den Toten auf einer Parkbank.
Petra Konermann

Seine letzten Schritte führten ihn durchs Grüne. Auf der Parkbank an der Malchower Kirchenstraße endete sein Spaziergang. Und sein Leben.

Anfang 50 - eigentlich noch kein Alter um zu sterben. Auf einer Parkbank in der Nähe der Malchower Stadtkirche entdeckten Passanten am Dienstagabend einen leblosen Mann. Doch auch der Notarzt konnte dem Malchower nicht mehr helfen. die genaue Todesursache ist bislang unklar. Die Kriminalpolizei geht allerdings nicht von einem Verbrechen aus.

Der Malchower lebte im Psychiatrischen Pflegeheim am Kloster Malchow. Über seine Freizeit konnte er dort frei verfügen. "Er ging oft nachmittags spazieren", sagt Heimleiter Guido Vierjahn. Auch am Dienstag habe er sich ordnungsgemäß abgemeldet. Wie schon so viele Nachmittage zuvor. Deswegen habe sich auch niemand Sorgen gemacht, bis am frühen Abend der Anruf der Einsätzkräfte kam. Für das Pflegepersonal und seine Bekannten im Heim war die Nachricht ein Schock. "Das kam wie eine Bombe", sagt Virejahn. Niemand habe mit dem Tod des Mannes gerechnet.