Die Einwohnerversammlung zur geplanten Fischzuchtanlage findet in der „Werleburg“ statt.
Die Einwohnerversammlung zur geplanten Fischzuchtanlage findet in der „Werleburg“ statt. Archiv
Wirtschaft

Einwohnerversammlung zur Lachsfarm in Malchow – Peta gegen das Projekt

Malchows Bürgermeister will Einwohner zur geplanten Lachsfarm informieren. Derweil schickt die Tierrechtsorganisation Peta einen Appell in die Inselstadt.
Malchow

Die geplante „Aquakulturanlage“ erhitzt die Gemüter der Malchower. Daher lädt der Bürgermeister René Putzar in Absprache mit der Firma „MAK Malchower Aquakultur GmbH und Co. KG“ die das Projekt umsetzen will, am Mittwoch um 19 Uhr zu einer Einwohnerversammlung für interessierte Bürger in das Haus des Gastes „Werleburg“ ein. „Den Malchower Einwohnern soll möglichst frühzeitig Gelegenheit gegeben werden, sich über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung zu informieren“, teilte der Bürgermeister in seiner Einladung mit. Darüber hinaus sollen die Bürger die Möglichkeit erhalten, sich zu den Planungsinhalten zu äußern.

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Anlage könnte östlich des Sparower Weges entstehen

Die „Aquakulturanlage“ soll auf dem Gelände nördlich der ehemaligen Kläranlage und des Motocross-Parcours sowie östlich des Sparower Weges entstehen. Auf der Sitzung der Malchower Stadtvertretung am Donnerstag könnten weitere Planungsschritte beschlossen werden. In der Vergangenheit haben Naturschützer und Umweltverbände sich gegen den Bau ausgesprochen.

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Peta plädiert für Ablehnung

Die Tierrechtsorganisation Peta appelliert anlässlich der Projektvorstellung an die Bürgerinnen und Bürger, die Lachsfabrik abzulehnen. „Lachse können über Hunderte von Kilometern an ihren Geburtsort zurückfinden. Die Wanderfische haben einen unglaublichen Geruchssinn und einen Magnetsinn, mit dessen Hilfe sie sich am Erdmagnetfeld im Ozean orientieren. Sie in enge, kahle Becken zu sperren, um sie später in Filets zu verwandeln, ist Tierquälerei. Zudem wäre die Anlage auch aus ökologischer Sicht eine Katastrophe. Die Stadt Malchow muss nun verantwortlich handeln und dem Projekt eine Abfuhr erteilen“, teilte die Meeresbiologin Dr. Tanja Breining, PETAs Fachreferentin für Fische und Meerestiere, am Dienstag mit.

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Teilnehmerzahl begrenzt

Da weiterhin Einschränkungen aufgrund der pandemischen Lage bestehen, ist die Teilnehmerzahl für die Einwohnerversammlung auf maximal 75 Personen begrenzt, heißt es in der Einladung des Bürgermeisters.

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