ZIRKUSLEBEN

Endlich heißt es wieder Manege frei! Und auch danke schön!

Im Juni gab es für die Zirkusleute von der Müritz grünes Licht, endlich wieder durch die Städte ziehen zu dürfen. Sofort konnte es dennoch nicht losgehen. Aber nun!
Akrobatik unter dem Zirkuszelt erwartet die Besucher.
Akrobatik unter dem Zirkuszelt erwartet die Besucher. Miriam Brümmer
Viel Konzentration und Übung ist beim Jonglieren mit dem Feuer nötig.
Viel Konzentration und Übung ist beim Jonglieren mit dem Feuer nötig. Miriam Brümmer
Zirkusdirektor Jonny Orthmann mit dem schottischen Hochlandrind Mary.
Zirkusdirektor Jonny Orthmann mit dem schottischen Hochlandrind Mary. Miriam Brümmer
Nahezu märchenhaft wirkt die Feuerjonglage unter dem Sternenzelt.
Nahezu märchenhaft wirkt die Feuerjonglage unter dem Sternenzelt. Miriam Brümmer
Waren ·

Am liebsten wäre die an der Müritz heimische Zirkus-Familie Orthmann schon früher auf Reisen gegangen, denn normalerweise dauert die Zirkussaison von März bis November. Doch als die Genehmigung endlich im Juni kam, war noch Einiges zu tun. Plakate mussten in Auftrag gegeben und zwei Zugmaschinen repariert werden. In den zurückliegenden 20 Monaten hatten sie sich kaputt gestanden. Die Kosten dafür wurden von der Corona-Hilfe bezahlt. Die kam zwar im Mai und Ende Juni erst recht spät, doch in dem Fall genau richtig.

Besucheranzahl im Zelt reduziert

Die ersten Vorstellungen fanden in den vergangenen Tagen in Waren/West auf der Wiese an der Warendorfer Straße statt, wo der Zirkus „Orandi“ noch bis Sonntag gastiert. Etwa 500 Leute passen in das Zelt. Rein dürfen derzeit wegen der Corona-Beschränkungen nur 150 Besucher. Fünf Vorführungen sind bereits geschafft. Die bisherigen Zuschauerzahlen in Waren lassen auf eine gute Spielzeit hoffen. Weitere fünf Aufführungen stehen noch bevor, in denen Seiltanz, Luftakrobatik und Clownerie zu sehen sein werden. In den Tierdressuren treten unter anderem ein Burenziegenbock, Lettlandziegen, Pfauentauben und 15 Pferde auf.

Um die Verluste von einigen Tausend Euro wieder einzuspielen, wollen die Clowns und Artisten bis Januar unterwegs sein, damit der Zirkus gut über die dann nur zweimonatige Winterpause kommt. Vorausgesetzt, es gibt kein Spielverbot.

Viel Unterstützung im Winterlager in Kieve

Die Winterpause verbringen Familie und Crewe seit 1996 in Kieve. Im zurückliegenden Winter sah es gar nicht gut für Zirkusleute und Tiere aus. Der Zirkusdirektor dachte sogar über den Verkauf einiger Tiere nach, weil Futter und Geld knapp waren. Doch dank des Spendenaufrufs im Nordkurier konnte das verhindert werden. „Sonst hätten wir es nicht geschafft. Wir danken allen, die den Zirkus Orandi unterstützt haben“, sagte Zirkusdirektor Jonny Orthmann. Er habe sogar eine Koppel zur Verfügung gestellt bekommen, die er bis Juni nutzen konnte. Auch die Stadt Waren sei sehr entgegenkommend und habe den Platz zur Verfügung gestellt, damit die Familie erst einmal Geld verdienen kann.

Folgende Spielzeiten stehen in Waren noch auf dem Programm: Donnerstag und Freitag, 17 Uhr, Samstag, 15 und 19 Uhr sowie Sonntag, 15 Uhr.

Danach wird das Zelt ab- und in Malchin wieder aufgebaut. Dann folgen die Spielorte Dargun und Demmin.

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