EUROFIGHTER-CRASH

Erste "Schatzsucher" an Absturzstellen gesichtet

Weil die Bundeswehr alle Stellen mit Trümmern zu Sperrgebiet erklärt hat, müssen die Anwohner sich auf Einschränkugnen einstellen. Die Behörden mahnen zur Vorsicht.
dpa
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Mit provisorischen Schildern hat die Bundeswehr die Unglücksstelle abgesperrt.
Mit provisorischen Schildern hat die Bundeswehr die Unglücksstelle abgesperrt. Petra Konermann
Einer der beiden „Eurofighter” beim Absturz.
Einer der beiden „Eurofighter” beim Absturz. Thomas Steffan
Wrackteile an der Absturzstelle.
Wrackteile an der Absturzstelle. ZVG
Von den zum Teil sehr kleinen Teilen sollte man sich fernhalten.
Von den zum Teil sehr kleinen Teilen sollte man sich fernhalten. Petra Konermann
Nossentin.

Im Bereich der Absturzstellen der beiden Eurofighter nördlich des Fleesensees sind am Montagnachmittag erste „Schatzsucher” auf der Suche nach Trümmerteilen gesichtet worden. Das berichtete eine Nordkurier-Reporterin vor Ort. Die Behörden hatten früh davor gewarnt, sich den Teilen der Maschine, die über ein größeres Gebiet verstreut liegen, zu nähern.

 

Streng verboten ist es obendrein: Die Bundeswehr hatte alle Gebiete, über denen es Trümmer geregnet hat, zu Sperrzonen erklärt. Wer die Teile aufhebt oder gar mitnimmt, macht sich strafbar – auf eigens aufgestellten Schildern wird für den Ernstfall sogar mit „Schusswaffengebrauch” gedroht.

Caffier: Anwohner müssen mit Einschränkungen rechnen

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hat die in der Absturzregion der beiden „Eurofighter“ lebenden Menschen auf längere Einschränkungen und Absperrungen eingestimmt. Das sei nötig, um alle Teile der abgestürzten Maschinen bergen zu können, sagte Caffier am Montag nach der Besichtigung einer der beiden Absturzstellen am Ortsrand von Nossentiner Hütte. Denn nur so könne der General für Luftunfallaufklärung auch die Absturzursache ermitteln.

Caffier forderte die Bevölkerung auf, sich von den kilometerweit verstreuten Wrackteilen fernzuhalten. Bei der Sicherung der Unfallstelle seien wegen giftigen Rauchs bereits zwei Feuerwehrleute verletzt worden.

Schwerstes Bundeswehr-Unglück seit Jahren

Bei dem Absturz der zwei „Eurofighter“ der Luftwaffe war einer beiden Piloten ums Leben gekommen. Der zweite überlebte das Unglück am Montag und wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die Maschinen stießen bei Luftkampfübungen zusammen und stürzten ab. Es war das schwerste Unglück der Bundeswehr in Deutschland seit Jahren.

Alle Nordkurier-Artikel zum Absturz finden Sie hier.

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Die Absperrungen von Straßen und  Orten in der Absturzregion könnten am Mittwochmorgen auch die Zustellung des Nordkurier sowie von Briefen und Paketen betreffen. Am Abend war noch unklar, ob die Zeitung und die Nordkurier-Post am Dienstag in allen Bereichen von Silz, Jabel und Nossentiner Hütte reibungslos in den Briefkästen der Abonnenten landen kann. Unsere Zusteller werden es auf jeden Fall versuchen!

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