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Es grünt so grün in Warens Stadtmitte

Händler und Kleinproduzenten stehen in den Startlöchern. Gehört ihnen doch ab dem 28. März wieder alle 14 Tage der Neue Markt in Waren. Und die Leute freuen sich auf die grünen Händler, die knackfrisches Gemüse, Käse, Honig, Fisch und Pflanzen mitbringen.

Gräser, Kräuter und Pfingstrosenpflanzen wird Michael Hoffmann von der Staudengärtnerei "primula-veris" zum ersten Markttag mitbringen. Setzt das Wachsen richtig ein, kommen andere Pflanzen und auch attraktive Blumensträuße hinzu. Foto: Monika Jacobs
Gräser, Kräuter und Pfingstrosenpflanzen wird Michael Hoffmann von der Staudengärtnerei "primula-veris" zum ersten Markttag mitbringen. Setzt das Wachsen richtig ein, kommen andere Pflanzen und auch attraktive Blumensträuße hinzu. Foto: Monika Jacobs

Jeden Topf nimmt Michael Hoffmann in die Hand. Die Pflanzen werden geputzt und mit frischer Erde versehen. Eine Prise Dünger kann auch nicht schaden. Bei Tausenden von Pflanzen hat der Staudengärtner von „primula-veris“ in Schloen somit alle Hände voll zu tun. „Im Prinzip wecken wir damit den Frühling auf“, umschreibt er sein aktuelles Tageswerk. Das wärmende Vlies wurde längst beiseite geschoben, damit sich die Pflanzen auch gegen die nächtliche Kälte wappnen können. So sind sie widerstandsfähig und können am 28. März zum ersten Grünen Markt dieses Jahres mit auf Tour nach Waren gehen.

Für 18 Händler und Kleinproduzenten beginnt dann wieder die Saison unter freiem Himmel. Und sie werden schon erwartet. Michael Hoffmann agiert als Mittler zwischen Händlern und Stadt, die den Grünmarkt unter ihre Fittiche genommen hat. So ist die Freude groß, dass auch in diesem Jahr aufgrund von Veranstaltungen kein Ausweichen auf einen anderen Platz nötig ist. Alle 14 Tage werden auf dem Neuen Markt die Stände aufgebaut, die von 9 bis 14 Uhr die Kunden erwarten. Der Fischwagen kommt aus Parchim angerollt und der Bäcker macht sich in Altentreptow auf den Weg. Auch Wittstocker sind vertreten. Und nicht fehlen darf der Honigmann aus Neubrandenburg.

„Den Grünen Markt gibt es nunmehr schon 14 Jahre hier in Waren und er hat ein besonderes Flair. Ist er doch überschaulich und zentral gelegen und jeder Anbieter steuert mit seinen Produkten zur Individualität bei. Dabei stehen Frische und Qualität ganz oben an“, sagt der Gartenfachmann. Dankbar könne man sein, dass vor allem die Einheimischen diesen  kleinen Markt so gut annehmen. Das zeige sich auch im Umsatz. Die Urlauber im Sommer seien dann sozusagen das Sahnehäubchen obendrauf. Und dass immer genügend Platz für die Hochzeitsgesellschaften im Bereich des historischen Rathauses gelassen werde, das verstehe sich von selbst.

Aber auch die Witterung hat die Truppe zusammen geschweißt. So wehte der Wind die Händler zum Saisonauftakt im vorigen Jahr regelrecht vom Markt. Hitzegrade verscheuchen in den Sommermonaten nicht selten die Kunden.

Laut Plan der Stadtverwaltung können die Warener in der bevorstehenden Saison bis zum 21. November auf dem Grünen Markt einkaufen gehen. Und hier werden sie auch fachmännisch beraten und können hier und da auch mal was Leckeres kosten. Zur 15. Saison im Jahr 2016 wollen sich die Macher etwas Besonderes einfallen lassen. Aber das ist noch Zukunftsmusik. Jetzt werden Klapptische und Stände erst mal für den 28. März flott gemacht.