BUNDESWEHR

Eurofighter lärmen über der Seenplatte

Überschallflüge der Bundeswehr haben für mächtigen Krach an der Müritz gesorgt. In Malchow wackelten die Schaufensterscheiben.
Andreas Segeth Andreas Segeth
Wenn Jagdflugzeuge die Schallmauer durchbrechen, sorgt das für einen mächtigen Knall.
Wenn Jagdflugzeuge die Schallmauer durchbrechen, sorgt das für einen mächtigen Knall. Julian Stratenschulte
Malchow.

Vier Donnerschläge erschütterten am Dienstagvormittag den Himmel über der Seenplatte. Über Malchow, Waren und auch noch über Neustrelitz waren sie nach Informationen des Nordkurier zu hören. Besonders heftig war es in Malchow, berichtet Heiko Zimmermann. Die Schaufensterscheiben und auch die Decke in dem Raumausstattergeschäft, wo er arbeitet, haben heftig vibriert und sich teilweise gesenkt. Um 10.17 Uhr habe es einen Doppelschlag gegeben, es folgten zwei laute Donner um 10.21 Uhr und 10.33 Uhr, notierte Zimmermann.

Eine Nachfrage beim Jagdfliegergeschwader 73 „Steinhoff” in Laage sorgt für die Erklärung. Wenn Jagdflieger die Schallmauer durchbrechen, wird das von einem heftigen Knall begleitet. Zwar gebe es hier zurzeit keine besondere Übung, aber die Piloten der Eurofighter seien momentan im Rahmen ihrer ganz normalen Routineausbildung über Mecklenburg-Vorpommern unterwegs, sagt Presseoffizier Oberstleutnant Matthias Ackermann. Hinzu kommt derzeit eine sogenannte Hochwertausbildung, bei der äußerst erfahrene Flugausbilder und Teams geschult werden, sagt Matthias Ackermann.

Kostenloses Bürgertelefon eingerichtet

Dieser Hintergrund ist Heiko Zimmermann egal. Er ist sehr verärgert über den extrem lauten Fluglärm. Seine Frau habe sogar weinen müssen, so sehr habe sie sich erschrocken. Er hat kein Verständnis dafür, dass die Piloten den Überschallflug in Mecklenburg-Vorpommern trainieren müssen.

Besorgte oder verärgerte Bürger können sich in solchen und anderen Fällen stets an die Flugbetriebs- und Informationszentrale der Bundeswehr wenden. Dort sollen sämtliche Daten zu militärischen Flugbewegungen überwacht werden. Das kostenlose Bürgertelefon ist unter 0800 8620730 zu erreichen.

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Kommentare (2)

Wie immer geht der Nordkurier nach dem "bewährten" Schema vor: XYZ beschwert sich beim Nordkurier. Natürlich nur über ausnahmsweise Extremereignisse, wie die Überschallknalle z.B. welche sind. Der Nordkurier schreibt in grenzinfantiler Diktion dann die übliche Erklärung der Bundeswehr ab. In diesem Fall kündigt der Nordkurier in Zusammenarbeit mit der PR Abteilung der Bundeswehr wieder einmal die nächste Eskalationsstufe im Gebiet der im Herbst 2013 (Nordkurier - recherchieren Sie bitte, bevor Sie in einem anderen Artikel selbst Fakten nicht auf die Reihe kriegen - die Zone wurde nicht 2014 aktiviert, sondern im Herbst 2013 - und zwar heimlich. Sie berichten dazu seit 5 Jahren nicht.) im Nebensatz an: Überschallknalle sollen lt. Bundeswehr also "Routine" in der ED-R 401 MVPA NE werden! Lest genau, liebe für dumm verkaufte Bürgerinnen und Bürger! Die Hochwertausbildung, von der in "einfacher Sprache" hier schwadroniert wird, findet nicht etwa gerade zufällig über Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg statt. Sondern sie programmatischer Kernbestandteil der Planungen zur Aktivierung der militärischen Superzone ED-R 401 MVPA NE im Herbst 2013 gewesen. Der Nordkurier weiss das. Eine Zensur findet statt. Wirkliche Kontextinformationen finden sich immer hier: https://edr401mvpa.wordpress.com

Da fehlte etwas im Kommentar - es muss heißen:

(…) In diesem Fall kündigt der Nordkurier in Zusammenarbeit mit der PR Abteilung der Bundeswehr wieder einmal die nächste Eskalationsstufe im Gebiet der im Herbst 2013 heimlich und an der Bevölkerung und ihren parlamentarischen Repräsentanten vorbei geplanten und aktivierten Military Variable Profile Area Nrth East (Nordkurier - recherchieren Sie bitte, bevor Sie in einem anderen Artikel selbst Fakten nicht auf die Reihe kriegen - die Zone wurde nicht 2014 aktiviert, sondern im Herbst 2013 - und zwar heimlich. Sie berichten dazu seit 5 Jahren nicht.) im Nebensatz an: (…)