Am Landgericht im Neubrandenburger Justizzentrum hat der Prozess gegen einen 65-Jährigen wegen Totschlags begonnen.
Am Landgericht im Neubrandenburger Justizzentrum hat der Prozess gegen einen 65-Jährigen wegen Totschlags begonnen. Felix Gadewolz
Gericht

Explosion und Totschlag in Priborn – Angeklagter bricht in Tränen aus

Gleich zu Beginn des Prozesses gegen einen 65-Jährigen aus Priborn muss die Richterin an den Angeklagten appellieren, tapfer zu sein.
Neubrandenburg

Vor dem Landgericht in Neubrandenburg hat am Dienstag der Prozess gegen einen 65 Jahre alten Mann aus Priborn begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, am 6. Dezember 2021 seine Frau getötet und anschließend im Haus eine Gasexplosion herbeigeführt zu haben. Ein Urteil wird am 9. August erwartet.

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Gasexplosion bewusst herbeigeführt

Der Mann soll seine gleichaltrige Frau laut Anklage am 6. Dezember 2021 im Schlafzimmer des gemeinsamen Einfamilienhauses erstickt haben. Danach habe er mit einer Gasflasche und einer Kerze eine Gasexplosion im Schlafzimmer ausgelöst. Zuvor legte er sich neben seine Frau ins Doppelbett. Bei der Detonation flog ein Fenster aus dem Rahmen, der 65-Jährige erlitt schwere Verbrennungen. Er wurde festgenommen und unter Polizeibegleitung in eine Brand-Spezialklinik nach Berlin gebracht.

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Erklärung des Angeklagten angekündigt

Das Motiv für die Tat blieb bisher unklar. Die Verteidigerin des Angeklagten, die Rechtsanwältin Katja Schade aus Waren, kündigte für den nächsten Verhandlungstag am 30. Juni eine Erklärung ihres Mandanten an.

Der Angeklagte brach gleich zu Beginn des Prozesses immer wieder in Tränen aus und musste von der Vorsitzenden Richterin Daniela Lieschke ermahnt werden, tapfer zu sein und seine Emotionen unter Kontrolle zu halten.

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