FREIZEIT

Extra-Gremium zur Zukunft der Müritz-Therme in Röbel

Das Röbeler Spaßbad ist undicht. Der Schaden soll nun behoben werden. Ein eigens gebildeter Ausschuss wird danach über die Zukunft der Therme entscheiden.
Susann Salzmann Susann Salzmann
Die Röbeler Spaßbadeinrichtung ist berühmt berüchtigt für ihre Schaumpartys, bei denen es sehr ausge
Die Röbeler Spaßbadeinrichtung ist berühmt berüchtigt für ihre Schaumpartys, bei denen es sehr ausgelassen zugeht. Marco Lüders
Wie die Zukunft des Spaßbades ausschaut, darüber soll ein Extra-Ausschuss eintscheiden.
Wie die Zukunft des Spaßbades ausschaut, darüber soll ein Extra-Ausschuss eintscheiden. Archiv
Röbel.

In der Müritz-Therme in Röbel gibt es eine undichte Stelle. Es handelt sich um jenes Dach, das den Foyer- und zum Teil auch den Kassenbereich des Spaßbades bedeckt. Der Stadt stehen nun Reparaturkosten in Höhe von rund 20.000 Euro ins Haus. Sie ist für alle Baumaßnahmen und die Instandhaltung des Bades verantwortlich, während die Fun GmbH das Bad seit Jahren betreibt.

Wie Bauamtsleiter Reiko Tulke sagt, erfolge zeitnah die Ausbesserung des defekten Flachdaches, durch das der Regen in der Vergangenheit bis in den Kassenbereich tröpfelte. Eine großflächigere, aber auch kostenintensivere Erneuerung des Dachbereiches sei dagegen nach seiner Ansicht nicht notwendig.

Drei Möglichkeiten für die Müritz-Therme in Röbel

Mit der Reparatur allein soll es aber nicht getan sein. Im Gegenteil: Sieben Kandidaten werden für einen eigenen, befristeten Ausschuss zum Thema „Müritz-Therme“ gesucht. Das neu zu bildende Gremium soll zur Zukunft der Freizeiteinrichtung diskutieren, die Röbels Stadtpräsident Hans-Dieter Richter (SPD) gern als „Röbels Goldstück“ bezeichnet.

Ziel ist es, über die Zukunft der Therme ab 2021 zu beraten. Der mit der Fun GmbH als gegenwärtigem Betreiber läuft zum Jahresende 2021 aus. Spätestens ein Jahr zuvor muss eine Entscheidung getroffen sein, was Röbel möchte.

Zur Auswahl stehen drei Alternativen: entweder ein Weiterbetrieb durch die Fun GmbH, ein Betreiben vonseiten der Stadt selbst mit einer möglicherweise eigens gegründeten GmbH oder aber ein völlig neuer Betreiber, der über eine EU-weite Ausschreibung gesucht werden müsste. Die Diskussion ist ergebnisoffen, sagt Röbels Bürgermeister Andreas Sprick (CDU), der seine Worte nicht nur an Stadtvertreter und sachkundige Bürger, sondern auch an interessierte Rechtsanwälte oder Steuerberater richtet. Zwar gebe das Gesetz vor, dass sich in dem zeitweiligen Thermen-Ausschuss mindestens vier Stadtvertreter befinden sollen. Doch Sprick betonte zum Finanzausschuss noch einmal öffentlich, dass im Themen-Ausschuss auch vertrags- beziehungsweise wirtschaftsrechtliche Angelegenheiten in den Fokus genommen werden sollen.

Thermen-Ausschuss tagt geheim

Vorteil des eigenen Ausschusses, dem die Finanzer eine Empfehlung ausgesprochen haben, ist außerdem, dass die Debatten um die Zukunft des Spaßbades mit seinen rund 3000 Quadratmetern Erholungsfläche nicht wieder und wieder von Ausschuss zu Ausschuss und schließlich über den Tisch der Stadtvertreter wandern. Vielmehr soll am Ende ein zur Diskussion stehendes Ergebnis präsentiert werden. Dass Röbel einen eigenen Ausschuss zur Beratung eines Themas installiere, sei in der kommunalpolitischen Stadtgeschichte laut Kämmerer Matthias Mahnke einmalig.

In jedem Fall sollen die Sitzungen des zeitweiligen Ausschusses unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, sagte Röbels Bürgermeister Andreas Sprick zu dem Prozedere.

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